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Vermieterbefragung 2026: Vermietung

Wie wirtschaften private Vermieter?

Die Mehrheit der Haus & Grund-Mitglieder erhöht die Mieten bei bestehenden Mietverhältnissen nur zurückhaltend oder über längere Zeiträume gar nicht. Rund 60,0 Prozent der Mitglieder haben im Vorjahr keine Mietpreisänderung vorgenommen.

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Wenn Mieten angepasst werden, geschieht dies überwiegend moderat und häufig nur in größeren zeitlichen Abständen. So geben 31,7 Prozent der Mitglieder an, die Miete lediglich moderat alle drei bis fünf Jahre anzupassen, weitere 28,0 Prozent verzichten sogar über längere Zeiträume von fünf Jahren oder mehr auf Anpassungen. Regelmäßige Anpassungen entsprechend der aktuellen Marktentwicklung bleiben mit 9,5 Prozent die Ausnahme.

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Wenn Mieterhöhungen im letzten Jahr erfolgten (nur bei 39,2 Prozent der Fall), dann vor allem aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen (47,0 Prozent), regelmäßiger, aber zurückhaltender Anpassungen (41,3 Prozent) sowie aus wirtschaftlichen Gründen (29,7 Prozent). Gestiegene Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt spielt dagegen mit 6,6 Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Auch Modernisierungen und Renovierungen sind mit 28,3 Prozent ein wichtiger Anlass für Mietanpassungen.

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Bei der Orientierung zur Miethöhe nutzen die Mitglieder vor allem den örtlichen Mietspiegel. Dieser wird von 65,5 Prozent der Mitglieder herangezogen. Auch Beratungsangebote von Haus & Grund-Vereinen bieten eine wichtige Orientierungshilfe (18,8 Prozent). Makler oder Rechtsanwälte spielen mit 5,2 Prozent hingegen nur eine geringe Rolle.

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Die Mieteinnahmen fallen bei vielen Mitgliedern vergleichsweise überschaubar aus. Der Median der jährlichen Mieteinnahmen vor Steuern und Ausgaben liegt bei 17.500 Euro, also 1.458 Euro im Monat; ein Viertel der Mitglieder erzielt weniger als 7.200 Euro pro Jahr (600 Euro im Monat). Fast zwei Drittel der Mitglieder erzielen jährliche Mieteinnahmen von weniger als 30.000 Euro (2.500 Euro im Monat). Hohe Mieteinnahmen oberhalb von 100.000 Euro bleiben mit insgesamt 7,3 Prozent die Ausnahme.

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Entsprechend stellen die Mieteinnahmen für viele Mitglieder keinen alleinigen Einkommensschwerpunkt dar. Für 39,4 Prozent machen sie einen moderaten Anteil am Haushaltseinkommen aus, für weitere 26,7 Prozent lediglich einen geringen Anteil. Nur 16,6 Prozent der Mitglieder geben an, dass die Mieteinnahmen den Hauptanteil ihres Haushaltseinkommens darstellen.

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Auch wirtschaftlich zeigt sich ein zurückhaltendes Bild: Zwar berichten knapp die Hälfte der Mitglieder (49,7 Prozent), dass die Einnahmen ihre Ausgaben übersteigen (nach Steuern und Ausgaben). Gleichzeitig geben jedoch 32,1 Prozent an, lediglich kostendeckend zu wirtschaften, während bei 13,4 Prozent die Ausgaben sogar höher liegen als die Einnahmen.

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Die Ergebnisse verdeutlichen damit, dass private Vermietung für viele Haus & Grund-Mitglieder keine hoch rentable Geschäftstätigkeit, sondern vielmehr eine langfristige und oft ergänzende Form der Vermögens- und Altersvorsorge ist.

 

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