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Vermieterbefragung 2026: Zusatzbefragung zum Mietrecht

Wie wirkt sich weitere Regulierung auf private Vermieter aus?

Die wohnungspolitische Debatte in Deutschland ist derzeit von einer Vielzahl neuer regulatorischer Eingriffe geprägt:

  • Im einem ersten Mietrechtspaket wurde bereits die Mietpreisbremse verlängert. 
  • Mit dem Entwurf eines „Mietrechtspaket II“ sind unter anderem strengere Vorgaben bei Mieterhöhungen, zusätzliche Regulierungen von Index- und Staffelmieten sowie weitere Eingriffe in bestehende Mietverhältnisse im Gesetzgebungsverfahren.
  • Als Ergebnis einer Expertenkommission zum Mietrecht im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sind weitere mietrechtliche Verschärfungen in einem dritten Mietrechtspaket zu erwarten.
  • Gleichzeitig führen die geplanten Änderungen im Rahmen des Gebäudemodernisierungsgesetzes und die Anpassungen des Kostenaufteilungsgesetzes zu zusätzlichen Anforderungen und Kosten bei Vermietern.

Vor diesem Hintergrund untersucht die diesjährige Zusatzbefragung, wie private Vermieter die möglichen Auswirkungen weiterer Regulierungen auf ihre Vermietungstätigkeit einschätzen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass viele Haus & Grund-Mitglieder zusätzliche regulatorische Eingriffe im Mietrecht und in der Wohnungsbewirtschaftung als erhebliche Belastung wahrnehmen. Besonders bemerkenswert ist der mögliche Einfluss zusätzlicher Regulierung auf das Wohnungsangebot: Rund 60 Prozent der Mitglieder geben an, dass sie bei weiteren Belastungen ihre Vermietungstätigkeit zumindest teilweise wahrscheinlich einschränken oder Wohnraum verkaufen würden. Die Ergebnisse deuten damit darauf hin, dass zusätzliche regulatorische Anforderungen nicht nur wirtschaftliche Auswirkungen auf private Vermieter haben, sondern langfristig auch das Angebot an privatem Mietwohnraum beeinflussen könnten.

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Neuvermietung

Die Ergebnisse zeigen, dass zusätzliche Regulierungen bei der Neuvermietung unterschiedlich stark wahrgenommen werden. Während viele Mitglieder Einschränkungen bei Kurzzeitvermietung oder möbliertem Wohnen als wenig relevant für die eigene Vermietungspraxis einschätzen, stoßen insbesondere Eingriffe in Mietpreisgestaltung, Meldepflichten und Vertragsformen auf deutlich größere Vorbehalte. Insgesamt wird sichtbar, dass viele Mitglieder ihre Handlungsspielräume bei der Neuvermietung durch zusätzliche Regulierung eingeschränkt sehen.

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Bestehende Mietverhältnisse

Besonders kritisch bewerten die Mitglieder zusätzliche Eingriffe in laufende Mietverhältnisse und die Bewirtschaftung bestehender Objekte. Vor allem Einschränkungen bei der Durchsetzung von Zahlungsrückständen, strengere Vorgaben bei Nebenkostenabrechnungen oder reduzierte Möglichkeiten zur Refinanzierung von Modernisierungen werden von vielen Mitgliedern als erhebliche Einschränkung ihrer Handlungsspielräume wahrgenommen.

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Beendigung von Mietverhältnissen / Vertragsbeendigung

Die stärksten Einschränkungen sehen die Mitglieder bei Regelungen zur Beendigung von Mietverhältnissen. Insbesondere zusätzliche Verzögerungen bei Räumungsverfahren sowie strengere Vorgaben bei Eigenbedarfskündigungen würden aus Sicht vieler Mitglieder die Durchsetzung ihrer Eigentümerrechte deutlich erschweren. Die Ergebnisse zeigen damit, dass gerade im Bereich der Vertragsbeendigung ein hohes Belastungsempfinden besteht.

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