Haus & Grund Kiel: Wohnungsbau ist der Schlüssel für junge Familien in Altenholz
Die sinkende Zahl der Kinder und die rückläufige Auslastung der Kitas in Altenholz zeigen nach Ansicht von Haus & Grund Kiel erneut, welche Folgen ein zu knappes Wohnungsangebot haben kann.
In Altenholz sinken die Geburtenzahlen, gleichzeitig müssen Kita-Träger wegen rückläufiger Auslastung mit zusätzlichen kommunalen Zuschüssen aufgefangen werden. Für Haus & Grund Kiel ist das auch eine Folge einer seit Jahren zu zurückhaltenden Wohnungsbaupolitik. Bereits 2025 hatte der Verein darauf hingewiesen, dass fehlende Baugebiete junge Familien fernhalten und damit die demografische Entwicklung verschärfen.
„Wenn vor Jahren das notwendige Neubaugebiet ermöglicht worden wäre, würden dort heute junge Familien mit ihren Kindern leben. Dann sähe vermutlich auch die Auslastung mancher Kita anders aus“, sagt Sönke Bergemann, Geschäftsführer von Haus & Grund Kiel. Die aktuelle Entwicklung sei deshalb ein Anlass, bei der Wohnungsbaupolitik umzusteuern – nicht nur bei der Schaffung sogenannter bezahlbarer Wohnungen.
Altenholz brauche vielmehr Wohnraum in seiner ganzen Bandbreite: Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Reihen- und Einfamilienhäuser ebenso wie kleinere, altersgerechte Wohnungen. „Wer junge Familien nach Altenholz holen will, muss ihnen auch einen Grund geben, hier zu leben. Dazu gehört vor allem Wohnraum“, so Bergemann.
Auch die Infrastruktur profitiere von einer ausgewogenen Bevölkerungsentwicklung. Mehr Einwohner bedeuteten nicht nur zusätzliche Nachfrage nach Kitas, sondern auch eine breitere Nutzung und Finanzierung vorhandener Angebote. Umgekehrt könnten dauerhaft ungenutzte Kapazitäten zu erheblichen Folgekosten für die Kommune führen.
Haus & Grund Kiel plädiert deshalb dafür, das geplante Baugebiet jetzt konsequent voranzubringen und Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Gleichzeitig könne ein städtebauliches Konzept, das beispielsweise betreutes oder altersgerechtes Wohnen integriert, zusätzliche Bewegung in den Wohnungsmarkt bringen: Wenn ältere Menschen in passende Wohnungen wechseln, werden bestehende Einfamilienhäuser für junge Familien frei.
„Wohnungspolitik ist immer auch Familien-, Infrastruktur- und Standortpolitik. Wer heute Wohnraum schafft, schafft die Voraussetzungen dafür, dass morgen Kinder hier leben, Kitas ausgelastet sind und Ortsgemeinschaften eine Zukunft haben“, erklärt Bergemann.