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Haus & Grund Kiel: Wohnungsbau in Heikendorf darf nicht ausgebremst werden

Das geplante Wohnquartier Krischansbarg in Heikendorf bietet die Chance, dringend benötigten Wohnraum für rund 1.500 Menschen zu schaffen. Haus & Grund Kiel appelliert an die Gemeinde, berechtigte Belange abzuwägen, das Projekt aber nicht durch immer neue Anforderungen zu verzögern.

„Natur- und Umweltschutz sind sehr wichtige Belange. Sie müssen berücksichtigt werden, aber eben auch gegen den konkreten Bedarf an Wohnraum abgewogen werden“, erklärt Dr. Philipp Pries, Sprecher von Haus & Grund Kiel. Gerade angesichts des anhaltenden Wohnraumbedarfs in Kiel und im Umland sei es nicht vertretbar, jedes neue Wohngebiet grundsätzlich infrage zu stellen.

Das gelte umso mehr, weil der Landeshauptstadt durch die veränderte Nutzung des ehemaligen MFG-5-Geländes erhebliche Wohnbaupotenziale verloren gehen. Für die ursprünglich dort vorgesehenen Wohnungen wurden zwar Ersatzflächen vereinbart, doch der zusätzliche Wohnraumbedarf in der Region bleibt bestehen.

Auch das Argument möglicher Folgekosten greife zu kurz. „1.500 neue Einwohner sind nicht nur eine Zahl auf der Ausgabenseite. Sie bringen Nachfrage, Kaufkraft und Leben in eine Gemeinde. Wer nur über zusätzliche Kosten für Infrastruktur, Sport und Freizeit spricht, muss auch über deren bessere Auslastung und die wirtschaftlichen Impulse sprechen“, so Pries.

Ein lebendiges Quartier brauche zudem keinen Einheitswohnraum. Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser könnten unterschiedliche Lebenssituationen abbilden und ein Quartier langfristig stabilisieren. Entscheidend sei, dass nicht jede einzelne Wohnung zum politischen Sonderfall werde.

„Wer Wohnraum fordert, muss auch bereit sein, Wohnraum entstehen zu lassen“, betont Pries. Der städtebauliche Vertrag dürfe deshalb nicht zum Instrument werden, mit dem ein grundsätzlich gewolltes Projekt immer weiter verkompliziert werde. Heikendorf habe jetzt die Möglichkeit, aus einem lange umstrittenen Projekt ein zukunftsfähiges Quartier zu machen.

Haus & Grund Kiel appelliert daher an die Gemeinde, die berechtigten Interessen von Natur- und Umweltschutz mit dem ebenso berechtigten Interesse an zusätzlichem Wohnraum abzuwägen, und anschließend den Weg für die Umsetzung freizumachen.Das geplante Wohnquartier Krischansbarg in Heikendorf bietet die Chance, dringend benötigten Wohnraum für rund 1.500 Menschen zu schaffen. Haus & Grund Kiel appelliert an die Gemeinde, berechtigte Belange abzuwägen, das Projekt aber nicht durch immer neue Anforderungen zu verzögern.