Haus & Grund Kiel fordert Rückenwind für Wohnungsbau in Heikendorf und im Umland
Umweltschützer kritisieren das geplante Wohngebiet „Krischansbarg“ in Heikendorf mit rund 500 Wohneinheiten für etwa 1500 Menschen.
Haus & Grund Kiel ordnet die Einwände differenziert ein, sieht jedoch erneut die Gefahr, dass dringend benötigter Wohnraum verzögert oder verhindert wird. Bereits in Altenholz, Dänischenhagen und Strande habe sich gezeigt, dass Projekte zunehmend unter Druck geraten – mit spürbaren Folgen für den Wohnungsmarkt.
„Wir brauchen Wohnungen – in Kiel und im Umland, in allen Segmenten und für unterschiedliche Lebensentwürfe. Der Mix macht ein Quartier lebenswert“, erklärt Geschäftsführer Sönke Bergemann. Umwelt- und Naturschutzbelange seien wichtig und müssten sorgfältig geprüft werden. Zugleich gelte es, diese gegen den akuten Wohnraumbedarf abzuwägen.
Das geplante Quartier in Heikendorf sehe genau diesen Mix vor: vom Einfamilienhaus bis zur Mietwohnung, ergänzt um Infrastruktur wie Schule und Gewerbe. „Wer solche Projekte grundsätzlich infrage stellt, erschwert nicht nur den Neubau, sondern auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums“, so Bergemann.
Kritik an fehlender Bezahlbarkeit greife zu kurz, wenn Projekte insgesamt ins Stocken geraten. „Verhinderung darf nicht zum Selbstzweck werden. Jede nicht gebaute Wohnung verschärft den Druck auf den Markt“, betont Bergemann.
Haus & Grund Kiel plädiert für Planungssicherheit und Mut zu Entscheidungen – damit Wohnraum entsteht und lebenswerte Quartiere wachsen können.