Nach Wintersturm Elli: Gebäude jetzt prüfen und weiteren Frostschäden vorbeugen
Nachdem sich der Wintersturm Elli aus Bremen und Bremerhaven zurückgezogen hat, ruft der Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. Gebäudeeigentümer und Bewohner dazu auf, Häuser und Grundstücke umgehend auf Schäden zu überprüfen und Vorsorge gegen weitere Frostnächte zu treffen.
„Sturm, Dauerregen und Frost wirken im Zusammenspiel besonders belastend auf Gebäude“, erklärt Ingmar Vergau, Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V. „Was jetzt nicht kontrolliert und gesichert wird, kann sich in den kommenden Wochen zu erheblichen Schäden oder sogar zu Sicherheitsrisiken entwickeln.“
Worauf jetzt besonders zu achten ist, erläutert der Haus & Grund Geschäftsführer: „Wichtig ist es, jetzt Dach und Dachrinnen zu prüfen. Verrutschte oder beschädigte Dachziegel, gelockerte Einfassungen sowie verstopfte Dachrinnen und Fallrohre können zu Wassereintritt führen. Aber auch der teilweise heftige Schneesturm, der unter die Dachziegel oder durch Lüftungsziegel Feuchtigkeit in den Dachboden geweht haben könnte, kann zu Problemen führen. Neue oder vergrößerte Risse, Abplatzungen und Feuchtigkeitsspuren in der Fassade und im Mauerwerk sollten ernst genommen werden. Dichtungen, Rahmen, Rollläden von Fenstern und Türen und auch die Kellerwände sollten auf Undichtigkeiten und Feuchteschäden kontrolliert werden. Außenwasserhähne und ungeschützte Leitungen sind besonders frostgefährdet. Tropfende oder beschädigte Leitungen müssen sofort repariert werden. Frosthebungen oder beschädigte Gehwegplatten in den Außenanlagen und auf Gehwegen bergen Stolpergefahren. Eigentümer haben hier eine klare Verkehrssicherungspflicht.“
„Eigentümer sollten weitere Frostnächte nicht unterschätzen“, rät Vergau. „Haus & Grund weist darauf hin, dass auch jetzt noch weitere Frostnächte folgen könnten. Um Schäden zu vermeiden, sollten unbeheizte Räume nicht vollständig auskühlen, Leitungen in Kellern und Nebenräumen ausreichend isoliert sein und Fenster im Winter geschlossen bleiben. „Frostschutz am Thermostat allein reicht häufig nicht aus“, so Vergau.
„Bei geplatzten Leitungen gilt: Wasser- und Stromzufuhr sofort abstellen, Schäden dokumentieren und umgehend Fachbetriebe sowie die Wohngebäudeversicherung informieren. Eigenmächtige Reparaturversuche – insbesondere mit offener Flamme – sind gefährlich und unbedingt zu vermeiden“, mahnt Vergau. „Ein kurzer, systematischer Check nach dem Wintersturm kann hohe Folgekosten verhindern“, betont Vergau. „Jetzt umsichtig zu handeln, schützt nicht nur die eigene Immobilie, sondern auch Bewohner und Passanten.“