Direkt zum Inhalt

Stellungnahme von Haus & Grund Berlin zum Berliner Mietspiegel 2026

Bild
Karte mit Angaben zu Immobilien

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den neuen Berliner Mietspiegel 2026 veröffentlicht. Bei dem Mietspiegel handelt es sich um einen qualifizierten Mietspiegel gemäß § 558d BGB, der von den an der Arbeitsgruppe Mietspiegel beteiligten Mieter- und Vermieterverbänden anerkannt wurde. Auch Haus & Grund Berlin hat den Berliner Mietspiegel 2026 als qualifizierten Mietspiegel anerkannt und steht dem Instrument grundsätzlich positiv gegenüber.

Der Mietspiegel ist aus Sicht von Haus & Grund Berlin ein wichtiges und bewährtes Instrument des Mietrechts. Er schafft Transparenz, bietet Orientierung für Mieterinnen und Mieter ebenso wie für Vermieterinnen und Vermieter und trägt dazu bei, Streitigkeiten im Vorfeld gerichtlicher Auseinandersetzungen zu vermeiden. Besonders bei Mieterhöhungsverlangen kommt dem Mietspiegel eine zentrale Bedeutung zu.

Dazu erklärt der Vorsitzende von Haus & Grund Berlin, Dr. Carsten Brückner:

„Der Berliner Mietspiegel ist das entscheidende Instrument bei Mieterhöhungen und Mietvertragsabschlüssen. Er bildet die Bestandsmieten in Berlin ab und sorgt damit für Transparenz und Rechtssicherheit für beide Mietvertragsparteien.“

Gleichzeitig betrachtet Haus & Grund Berlin die aktuellen Diskussionen um die Einführung eines sogenannten Mietenkatasters mit großer Skepsis. Aus Sicht des Verbandes besteht die Gefahr, dass ein zusätzliches Datenerfassungssystem den qualifizierten Mietspiegel langfristig aushöhlt oder in seiner Funktion schwächt.

„Der qualifizierte Mietspiegel hat sich in Berlin über viele Jahre bewährt. Wenn nun parallel ein Mietkataster aufgebaut wird, stellt sich die Frage, welchen Stellenwert der Mietspiegel künftig noch haben soll. Wir sehen die Gefahr einer schleichenden Aushöhlung dieses bewährten Instruments“, so Dr. Carsten Brückner weiter.

Haus & Grund Berlin betont, dass der Mietspiegel bereits heute auf einer breiten Datengrundlage basiert und die ortsübliche Vergleichsmiete sachgerecht abbildet. Der Verband warnt daher davor, zusätzliche bürokratische Strukturen zu schaffen, die weder zu mehr Wohnungsbau noch zu einer Entspannung des Berliner Wohnungsmarktes beitragen.