
Haus & Grund zum Wohnungsbau; Eigenheimzulage für den Wohnungsbauturbo im Land
In Schleswig-Holstein sind 2024 lediglich rund 11.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Damit verfehlt die Landesregierung das selbst gesteckte Ziel von 15.000 Wohnungen deutlich. Darüber haben heute die Kieler Nachrichten berichtet. Hintergrund sind mehrere kleine Anfragen der SPD-Fraktion zum Thema Wohnungsbau an die Landesregierung. Insbesondere bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist der Rückgang der fertiggestellten Wohnungen besonders stark. Während 2017 noch 5.807 Wohnungen in Gebäuden mit ein oder zwei Wohnungen fertiggestellt worden sind, waren es letztes Jahr nur noch 2.678 oder 53,8 Prozent weniger.
Das kommentierte Alexander Blažek, Vorstandsvorsitzender des Grundeigentümerverbandes Haus & Grund Schleswig-Holstein, folgendermaßen:
„Die Landesregierung muss jetzt den Wohnungsbauturbo für den echten Norden zünden. Die Eigenheimzulage wäre der richtige „Kraftstoff“ für diesen Turbo. Damit würde die Landesregierung auch ihr Versprechen aus dem schwarz-grünen Koalitionsvertrag einlösen, in dem eine „Eigenheimzulage Schleswig-Holstein“ vereinbart ist.
Der Bau von Eigenheimen ist eingebrochen, weil sich junge Familien angesichts höherer Zinsen, immenser Baukosten und der bundesweit höchsten Grunderwerbsteuer von 6,5 Prozent den Traum der eigenen vier Wände nicht mehr leisten können. Hier wäre die Eigenheimzulage genau der richtige Baustein, um die Eigenkapital-Lücke zu schließen.
Damit würde die Landesregierung mehrere Baustellen voranbringen. Das Baugewerbe würde angekurbelt, was Steuereinnahmen bringt. Des Weiteren würde der Wohnungsmarkt entlastet, weil junge Familien dann mit dem Einzug in die eigenen vier Wände eine Mietwohnung frei machen würden. Schließlich ist das Eigenheim nach wie vor die beste Altersvorsorge, weil man sich als Eigentümer keine Sorgen machen muss, ob die Rente für die Miete reicht.
Das einzige, was die Landesregierung benötigt, ist der Mut, diese Investition aufzuwenden. Zwar würde das ein weiteres Loch in den Haushalt reißen. Allerdings zeigt die Bundesregierung, dass Investition in die Zukunft auch finanziert werden dürfen. Über die höheren Steuereinnahmen aufgrund der Belebung der Baukonjunktur und bei der Grunderwerbsteuer wäre diese Investition schnell wieder drin.“
Haus & Grund Schleswig-Holstein vertritt die Interessen der privaten Grundeigentümer und hat landesweit über 74.000 Mitglieder. Privaten Grundeigentümern gehören rund 80 Prozent aller Wohnimmobilien.
Kontakt:
Alexander Blažek
T: 0431 6636111