Direkt zum Inhalt
Bild
Servicefreundliche Stadt

Aktuelles aus dem Verein

Bild
Janette Biegert
Seit 20 Jahren war Janette Biegert für unseren Verein tätig

Neue Ansprechpartnerinnen in der Geschäftsstelle

Unsere treue Mitarbeiterin seit 20 Jahren, Janette Biegert, hat die Mitarbeit in unserem Verein im Juli 2021 beendet. Seit Juli 2001 unterstützte Sie unseren Verein in der Verwaltung mit außerordentlichem Einsatz und Herzblut. Sowohl von den Mitgliedern als auch von Vorstand und Geschäftsführung überaus geschätzt, wurde Sie über die Jahre zu einem Herzstück des Vereins. Frau Biegert verlässt den Verein, um sich künftig mit ganzer Kraft Ihrem eigenen Unternehmen widmen zu können. Das gesamte Team von Haus & Grund Lahr bedankt sich von ganzem Herzen für die wunderbare Zusammenarbeit und wünscht Frau Biegert alles erdenklich Gute!

Gleichzeitig freuen wir uns, zwei Damen neu in unserem Team in der Geschäftsstelle begrüßen zu dürfen. Sabine Becker und Tatjana Merker stehen unseren Mitgliedern ab sofort mit Rat und Tat zur Seite.

Online-Informationsveranstaltungen

Akquise von leerstehendem Wohnraum (Stadt Lahr)

6. November 2020

Den Vortrag von Karen Wurth, Stadtplanungsamt Lahr, finden Sie auf dieser Seite zum Download.

Patientenverfügungen in Zeiten von Corona

8. Oktober 2020

Die Unterlagen zu diesem Vortrag können in unserer Geschäftsstelle angefordert werden.

Betriebskosten praxisnah abrechnen

20. Juni 2020

Die Unterlagen zu diesem Vortrag finden Sie auf dieser Seite zum Download. Sie sind passwortgeschützt, das Passwort können Sie bei uns in der Geschäftsstelle erfragen.

Rückblicke

8. Oktober 2020

Patientenverfügungen in Zeiten von Corona

Online-Informationsveranstaltung

Am 8. Oktober 2020 referierte unser Vereinsvorsitzender Rechtsanwalt Jürgen Brinkmann zum Thema Patientenverfügungen. Er erläuterte Grundlagen, beleuchtete die Besonderheiten im Hinblick auf die Corona-Pandemie und gab Praxisbeispiele. Der Vortrag fand aus bekannten Gründen online und ohne technische Probleme statt. Unterlagen zu Brinkmanns Vortrag erhalten Sie über die Geschäftsstelle unter Tel. 07821/37393 oder info@haus-und-grund-lahr.de. Eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf weiter oben auf dieser Seite.

20. Juni 2020

Betriebskosten praxisnah abrechnen

Informationsveranstaltung erstmals online durchgeführt

Nach der Corona-bedingten Pause gab es am 20. Juni 2020 endlich wieder eine Informationsveranstaltung. Erstmals lud Haus & Grund Lahr hierfür zu einem Online-Vortrag ein. Bei dieser Premiere ging es um das stets aktuelle Thema Betriebskostenabrechnungen. Geschäftsführerin Ingrid Roll vermittelte den circa 20 Teilnehmenden grundlegende Informationen und lieferte praktische Tipps zur Erstellung der Abrechnung. Aber auch die Zuschauer kamen zu Wort. Nach Rolls Ausführungen, zu denen begleitend Präsentationsfolien eingeblendet wurden, beantwortete sie die individuellen Fragen der Mitglieder.
Erfreulicherweise gab es bei dem ersten Webinar des Vereins dank der guten Vorbereitung und Anleitung keinerlei technische Schwierigkeiten für die Teilnehmenden. Somit stehen die Chancen für weitere Vorträge in diesem Format recht gut. Auch individuelle Beratungen per Videokonferenz wird Haus & Grund Lahr in nächster Zeit anbieten. Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie Interesse an einer Online-Beratung haben!

Oben auf dieser Seite können Sie sich den Vortrag (nochmals) ansehen. Auch die zugehörige Präsentation finden Sie weiter oben. Die Unterlagen sind passwortgeschützt, das Passwort können Sie bei uns in der Geschäftsstelle erfragen.

24. Oktober 2019

Neue Entwicklungen Miet- & Wohnungseigentumsrecht

Über neue Entwicklungen im Mietrecht und im Wohnungseigentumsrecht informierte der Vereinsvorsitzende, Rechtsanwalt Jürgen Brinkmann, im ersten Teil einer zweiteiligen Informationsveranstaltung die Mitglieder am 24. Oktober 2019 in Blank´s Genussarena in Lahr in der Schwarzwaldstraße.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass durch ein Gutachten nunmehr auch in Lahr und den Gemeinden Kappel-Grafenhausen sowie Neuried angeblich von einem angespannten Wohnungsmarkt auszugehen sei, offenbaren sich nunmehr die Konsequenzen der sogenannten Mietpreisbremse auch für unsere Mitglieder umso intensiver. Was heißt Mietpreisbremse und welche Konsequenzen sind damit verbunden? Auf der Grundlage dieses Gutachtens ist die Landesregierung nun berechtigt, auch für diese Kommunen eine Landesverordnung zu erlassen, mit der die Mietpreisbremse auch hier Gültigkeit erlangt. Die Fragen der Begrenzung von Mieten bei Neuabschluss eines Mietverhältnisses waren Thema, wobei insbesondere auch die Auskunftspflichten des Vermieters dargelegt wurden. Zudem werden die Möglichkeiten einer Mieterhöhung im bestehenden Mietverhältnis nunmehr auf 15 % innerhalb von 3 Jahren beschränkt. Massiv einschneidend für Eigentümer ist der Umstand, dass nach Umwandlung eines Miethauses in Eigentumswohnungen eine Eigenbedarfskündigung zukünftig wohl für die Dauer von 10 Jahren ausgeschlossen sein wird.

Im Zusammenhang mit den Entwicklungen der Mietpreisbremse stellte der Referent auch die zahlreichen Entscheidungen der Gerichte vor, die die Landesbauordnungen zur Mietpreisbremse für unwirksam erklärt hatten. Die betroffenen Länder haben ihre unwirksamen Verordnungen zwischenzeitlich „nachgebessert“, sodass inhaltlich die Regelungen weitergelten. Aber immerhin existieren auch einige Bundesländer, die auf eine Landesverordnung zur Mietpreisbremse verzichten. Dort gelten die Regelungen zur Mietpreisbremse also nicht. Und Schleswig-Holstein will zum Monatsende November 2019 die Gültigkeit der Landesverordnung auslaufen lassen. Dann gilt auch dort die Mietpreisbremse nicht mehr.

Die Haus & Grund-Organisation hat sich intensiv bemüht, die Mietpreisbremse zu Fall zu bringen. So wurden von Mietern angestrengte Verfahren vor den Gerichten und schließlich auch vor dem Bundesverfassungsgericht mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstützt. Leider blieb der erhoffte Erfolg aus. Das Bundesverfassungsgericht hat die neuen Regelungen zur Mietpreisbremse im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) für verfassungsgemäß erklärt. Auch wenn der Erfolg ausblieb, bleibt es ausdrücklich zu würdigen, dass Haus & Grund aktiv die Interessen der Vermieter vertritt und unterstützt.

Weiter stellte Herr Jürgen Brinkmann die Grundzüge der zwischenzeitlich verabschiedeten Grundsteuerreform dar und wies insbesondere auf das Versprechen des Finanzministers Scholz hin, dass innerhalb jeder einzelnen Kommune die Grundsteuerreform zu keinen erhöhten Steuerbelastungen führen werde.

Das Wohngeldgesetz wird ebenfalls reformiert. Diese Reform soll den Kreis der Berechtigten erheblich erweitern und auch zu erhöhten finanziellen Unterstützungen jedes Einzelnen führen, die jährlich mit insgesamt 1,2 Milliarden Euro veranschlagt werden. Auch Haus & Grund-Eigentümer können bei selbstgenutzten Wohnimmobilien hiervon profitieren. Auch der Eigentümer einer selbst genutzten Wohnimmobilie kann als sogenannten Lastenausgleich finanzielle Unterstützungen nach dem Wohngeldgesetz in Anspruch nehmen, wenn seine finanziellen Einkünfte begrenzt sind, was insbesondere bei vielen älteren Eigentümern der Fall ist.

Beendet wurde der informative Abend mit der Information über die Änderung der Rechtsprechung durch den Bundesgerichtshof, dass von Amts wegen ein Sachverständigengutachten durch die Gerichte einzuholen sei, falls Mieter in einem gerichtlichen Verfahren zur Räumung der Wohnung einwenden, dass die Räumung zu erheblichen gesundheitlichen Nachteilen führen werde. Durch diese geänderte Rechtsprechung ist zu erwarten, dass Räumungsverfahren zukünftig häufig deutlich länger dauern werden, obwohl für diese Verfahren von Haus & Grund ein besonderer Beschleunigungsgrundsatz durchgesetzt worden ist. Schließlich werden die Räumungsverfahren vor den Gerichten dadurch vielfach deutlich teurer werden. Da in zahlreichen Fällen die Kosten von den Mietern nicht erstattet werden, erhöhen sich die Lasten für den Vermieter weiterhin. Umso mehr ist für die Vermietung der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung angeraten.

Die Informationsveranstaltung wird mit dem zweiten Teil am 21.11.2019 fortgesetzt. Schwerpunktthemen werden dann die Reform des Wohnungseigentumsgesetzes, die Reform der Landesbauordnung, Änderungen im Mietrecht, insbesondere bezüglich des Mietspiegelrechtes aber auch das Klimapaket und steuerrechtliche Änderungen zugunsten der vermietenden Eigentümer sein. Auch zu dieser Veranstaltung sind wieder alle Mitglieder recht herzlich eingeladen und werden gebeten, sich rechtzeitig anzumelden. Dies ist gerade wegen des großen Interesses bei dem ersten Teil der Informationsveranstaltung angeraten. Andernfalls ist es möglich, dass nicht alle Interessenten einen Platz finden.

6. Juni 2019

Mitgliederversammlung und Versicherungsinformationen

Die diesjährige Mitgliederversammlung in "Blank's Genussarena" war bestens besucht. Es waren nicht nur alle Plätze besetzt. Es mussten zusätzliche Sitzmöglichkeiten herbeigeschafft werden.

Die Geschäftsführerin Ingrid Roll und der Vorsitzende Jürgen Brinkmann führten informativ und unterhaltsam durch den Abend. Haus- und Grundbesitzer sind aufgeschreckt durch die Forderung nach Enteignung und Vergesellschaftung von Wohnungen, wie sie durch eine Initiative in Berlin verfolgt wird. Dabei weiß jedermann, dass Privateigentum Grundlage von Freiheit ist. Der Vorsitzende hat daher alle Mitglieder aufgefordert, aktiv das private Eigentum und damit die Freiheit zu verteidigen.Nicht weniger gefährlich sind die Forderungen des Juso-Vorsitzenden Kühnert, der verlangt, dass am Ende einer Entwicklung optimalerweise kein Bürger mehr an andere Bürger Wohnungen vermieten würde. Jeder dürfe nur noch seine eigene Wohnung haben.
Die Mitglieder zeigten sich verwundert, dass offensichtlich die Erfahrungen der jüngeren deutschen Geschichte von einigen Politikern schon wieder vergessen scheint. Zu Recht ist Haus & Grund eine Gemeinschaft, die das private Eigentum schützt: Eigentum. Schutz. Gemeinschaft.Von den Mitgliedern wurde der Verein aufgefordert, die Interessen der privaten Immobilieneigentümer weiterhin aktiv gegen alle Anfeindungen zu vertreten und zu verteidigen.

Die erfolgreiche Arbeit des Vereins und insbesondere der Vorsitzenden wurde von den Mitgliedern gewürdigt und dem Vorstand einstimmig Entlastung für die geleistete Arbeit im vorangegangenen Jahr erteilt.

Wichtige Versicherungsinformationen

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung begrüßte der Vorsitzende noch einmal ausdrücklich die Geschäftsführerin der GET Service GmbH, Ingrid Jordan-Berger. Die extra aus Hamburg angereiste Referentin erläuterte, welche Versicherungen für Immobilien-Eigentümer besondere Bedeutung haben. Sie wies die Mitglieder insbesondere darauf hin, ständig für eine ausreichende Versicherungssumme zu sorgen, damit im Versicherungsfall keine Unterversicherung von der Versicherungsgesellschaft eingewendet werden könne. Im Versicherungsfall ist die sofortige Information der Versicherungsgesellschaft notwendig. Beweise sind zu sichern, etwaige Reparaturarbeiten - wenn eben möglich - mit der Versicherungsgesellschaft im Vorhinein abzusprechen. Jordan-Berger riet an, nach Möglichkeit Hausratsgegenstände, Schmuck und anderes fotografisch festzuhalten, um im Schadensfall entsprechende Nachweise parat zu haben.

Zu fortgeschrittener Zeit bedankten sich die Mitglieder für den außerordentlich praxisnahen und informativen Vortrag von Ingrid Jordan-Berger und verabschiedeten sie mit einem herzlichen und langanhaltenden Applaus.

Bild
Mitgliederversammlung
Bild
Mitgliederversammlung

9. April 2019

Energiewende im Eigenheim oder Mehrfamilienhaus

Gesetze und Regelungen zur Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien im Wohnbereich nehmen Eigentümer und Vermieter in die Pflicht, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Dipl.-Ing. Michael Mathuni vom E-Werk Mittelbaden war am 9. April von Haus & Grund Lahr eingeladen, im Hotel Westend über Lösungen für Energie-Eigenerzeugung, effiziente Heizungssanierung und Elektromobilität zu sprechen.
 

Vorstandsvorsitzender Jürgen Brinkmann begrüßte den Referenten und eröffnete das Thema mit dem Ziel der Bundesregierung, Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent und bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Hierfür seien neben dem Bereich Verkehr auch Maßnahmen bei den Wohnemissionen notwendig.

Mathuni startete mit den drei Bausteinen der Energiewende im Eigenheim oder Mehrfamilienhaus. Zum einen geht es um die Stromerzeugung durch die Nutzung regenerativer, erneuerbarer Energiequellen. Zudem ist die dezentrale Stromerzeugung, z.B. durch eigene Photovoltaik-Anlagen, Blockheizkraftwerke oder auch Windkraft Bestandteil. Zuletzt beinhaltet sie den Stromverbrauch vor Ort durch intelligente Steuer- und Messsysteme, Stromspeicher, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge.

Das E-Werk setzt auf Solarenergie. Deutschland erhält 80 Mal so viel Energie von der Sonne, als es verbraucht, so Mathuni. Dieses Potenzial gelte es, optimal zu nutzen. Die Schere zwischen Einspeisevergütung und Stromkosten bei Photovoltaikanlagen werde allerdings immer weiter auseinander gehen. Daher müsse der Fokus hier auf dem Eigenverbrauch liegen. Mathuni informierte die Zuhörer über die gesetzlichen Vorgaben und Potenziale. So regelt die Energieeinsparverordnung (EnEv), wie viel Heizenergie ein neues oder saniertes Gebäude maximal verbrauchen darf. Sie gibt ebenfalls die Standards für die KfW-Effizienzhäuser vor, wodurch attraktive Finanzierungen möglich sind. Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) bestimmt die anteilige Nutzung regenerativer Energien an der Wärmeversorgung eines Neubaus. Im Bestand fordert das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) beim Heizungstausch einen Anteil von 15 Prozent an erneuerbaren Energien. Somit ist laut Mathuni beispielsweise eine Ölheizung bei Neubau oder Renovierung nicht mehr ohne weiteres möglich.

Kernstück des informativen Vortrags war die Vorstellung von Lösungen inklusive vieler technischer Details für Ein- und Mehrfamilienhäuser, welche die gesetzlichen Vorgaben einhalten und auch die KfW-Standards erfüllen. Der Kunde kann zwischen Pacht und Kauf von Photovoltaik- und Heizungsanlagen sowie Batteriespeichern oder Ladestationen fürs E-Auto entscheiden. In beiden Fällen übernimmt das E-Werk die technische Betriebsführung. Im Beispiel Solardach, so erläutert Mathuni, nutzt der Pächter bzw. Käufer als Betreiber den erzeugten Solarstrom zum Großteil selbst, was finanzielle Vorteile bringt. Für Mehrfamilienhäuser gibt es weitergehende Angebote. Beim Stromlieferungskonzept mit Photovoltaik-Anlage könne die Mieterstromförderung genutzt werden. Mit der ökologischen und wirtschaftlichen Strom- und Wärmeerzeugung unter Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW) genieße man Sondertarife und eine hohe Autarkie. E-Ladestationen, z.B. aus selbst erzeugtem Strom, steigern die Attraktivität des Objekts. Mieter hätten hierbei nach wie vor die freie Stromanbieterwahl. Das E-Werk Mittelbaden bietet bei allen Produkten „Rundum-Sorglos-Pakete“ an. Von technischer Planung und Installation über Wartung und Instandhaltung bis hin zu Versicherung und Unterstützung bei der Verwaltung – Aufwand und Risiko halten sich für den Kunden so in Grenzen.Nach Ende des Vortrags kam aus dem interessierten Publikum eine Reihe von Fragen und Anmerkungen. Detailfragen zu Hausanschlüssen und Photovoltaikanlagen waren dabei, aber auch grundsätzliche, politische Themenstellungen. So wurde etwa das „Verschleudern“ von Stromüberschuss Deutschlands ans Ausland vor dem Hintergrund der vergleichsweise teuren Stromversorgung einer Speicherheizung hitzig diskutiert.

19. März 2019

Der demografische Wandel und seine Herausforderungen

Über die Auswirkungen des demografischen Wandels und dessen Herausforderungen unter anderem für die Wohnungsbaupolitik referierte am 19. März der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Thaddäus Kunzmann, für Haus & Grund Lahr.

Hinlänglich bekannt sind die Tatsachen, dass die Geburtenrate in Deutschland seit Jahren zu niedrig ist und die Menschen dabei immer älter werden. Die Bevölkerungsanzahl könne laut Kunzmann so nicht konstant gehalten werden. Bliebe die aktuelle Geburtenrate von 1,5 bestehen, hätte sich Deutschland in ca. 80 Jahren halbiert. Die Konsequenzen seien unter anderem der bereits spürbare Fachkräftemangel sowie ein wachsender Bedarf an der Betreuung älterer Menschen. Der zuletzt geburtenstärkste Jahrgang war 1964. Dieser wird in 15 Jahren in Rente gehen. In 30 Jahren ist er hochaltrig. Bis 2049 müsse Deutschland also mit genug Pflegeheimen usw. ausgestattet sein, um den daraus resultierenden Anforderungen gewachsen zu sein.

Auch Unternehmen seien von diesem Wandel betroffen. Der Fachkräftemangel ist laut IHK bereits jetzt das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens. Ohne geeignete Fachkräfte gibt es weniger Aufträge und folglich auch weniger Umsatz und Gewinn. Darunter leiden wiederum die Gemeinden, da die Gewerbesteuer-Einnahmen sinken. In der Konsequenz verlagern die Unternehmen ihre Standorte dahin, wo sie Arbeitskräfte finden – meist Städte oder Ballungsgebiete. Ohne Zuzug lasse sich laut Kunzmann der Fachkräftemangel nicht bewältigen. Die Gemeinden müssten sich bemühen, Fachkräfte anzusiedeln. Um den Standort attraktiv zu gestalten, brauche es ein entsprechendes Wohnraumangebot, Mobilität, Infrastruktur wie Kinderbetreuung und Schulen sowie Breitband. Es sollte nicht nur an Europa gedacht werden, sondern hier vor Ort müssten mehr Anreize für Fachkräfte geschaffen werden.

Durch die älter werdende Gesellschaft verlängert sich stetig die Rentenzeit. Im Vergleich zu 1974 war die Rentenbezugszeit im Jahr 2018 um 20 Jahre länger. Der Rentenanteil vom Gehalt hat sich dabei um 0,7 % erhöht, was eine enorme Mehrbelastung für die Rentenkassen darstellt. Vor allem aber muss die wachsende Zahl der Hochbetagten – viele davon alleinstehend – betreut werden.

Im Idealfall können Menschen bis ins hohe Alter zuhause gesund, mobil und selbstständig wohnen bleiben. Um dies zu ermöglichen, gibt es laut Kunzmann mehrere Handlungsfelder. So erläuterte er, dass es bis 2040 einen Bedarf an 50.000 barrierefreien Neubauten geben wird. Hierfür brauche es bereits beim Bauen eine altersgerechte Wohnberatung und genug entsprechend ausgebildete Fachkräfte wie Planer, Architekten und Handwerker. Außerdem müsse der barrierefreie Um- und Neubau noch stärker durch Staat und KfW gefördert werden. Die Nachbarschaft im Sinne des gegenseitigen Kümmerns sowie neue Wohnformen wie gemeinschaftliches Wohnen werden an Bedeutung gewinnen, so Kunzmann. Unter anderem, weil jährlich mehr Menschen bei Unfällen im Haushalt sterben, als im Straßenverkehr – mit steigender Tendenz.

Um die Versorgung Hochbetagter im ländlichen Raum zu gewährleisten, müssten dort wieder mehr Familien angesiedelt werden. Hierfür brauche es attraktive Lebensumstände wie Arbeitsplätze, Infrastruktur und die Möglichkeit zum Erwerb oder Bau von Wohnhäusern. Nur mit Kaufkraft und Nachfrage ließen sich nachhaltig Versorgungseinrichtungen des täglichen Lebens sichern. Dazu gehörten auch barrierefreie Mobilitätsoptionen. Nicht zuletzt wären Anreize für Präventionsmaßnahmen im gesundheitlichen Bereich wichtig, um chronische Krankheiten zu reduzieren.

Impressionen vom Landesverbandstag 2018 in Lahr

Bild
landesverbandstag
Bild
Impressionen vom Landesverbandstag
Bild
Impressionen vom Landesverbandstag
Bild
Impressionen vom Landesverbandstag
Bild
Impressionen vom Landesverbandstag
Bild
Impressionen vom Landesverbandstag
Bild
Ausflug zum „Erlebnispark WeberHaus“
Bild
Impressionen vom Landesverbandstag