Verkehrsführung auf Adenauerallee und Oxfordstraße wird geändert
Vierspurige Planung
Wegen der Vollsperrung der Nordbrücke (Friedrich-Ebert-Brücke, A565) werden weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des innerstädtischen Verkehrs umgesetzt: Auf Abschnitten der beiden Hauptverkehrsachsen Adenauerallee (Bundesstraße 9) und Oxfordstraße/Am Alten Friedhof (Bundesstraße 56) werden vier Fahrspuren plus Fahrradschutzstreifen eingerichtet.
Damit sollen beide Straßen aufgrund des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens leistungsfähiger werden. Die Planungen und Abstimmungen mit anderen Behörden für Adenauerallee und Oxfordstraße finden z.Zt. statt. Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Umsetzung in den nächsten Wochen.
„Die aktuellen Anpassungen erfolgen ausgewogen und so, dass die unterschiedlichen Verkehrsarten auch in dieser Ausnahmesituation angemessen berücksichtigt werden“, betont Oberbürgermeister Guido Déus.
Adenauerallee – Radfahren zum Teil verboten
Die Planung für die Adenauerallee sieht zwischen dem Koblenzer Tor und der Weberstraße zwei Spuren pro Fahrtrichtung inklusive einem 1,50 Meter breiten Fahrradschutzstreifen vor, der in die rechte, überbreite Fahrbahn integriert werden wird. Zwischen Weberstraße und dem Bundeskanzlerplatz wird es ebenfalls zwei Kfz-Spuren pro Fahrtrichtung geben, jedoch kann in diesem Abschnitt im ersten Schritt kein Schutzstreifen für den Radverkehr angeboten werden. Dort befinden sich viele Parkplätze, und die Gesamtbreite der Fahrbahn bietet nicht ausreichend Platz für einen Fahrradschutzstreifen plus dem bei Parkplätzen erforderlichen Sicherheitsabstand von 75 Zentimetern zur Vermeidung von so genannten Dooring-Unfällen (Öffnen der Autotür). Daher wird zwischen Weberstraße und Bundeskanzlerplatz in beiden Richtungen vorübergehend das Radfahren untersagt, und der Radverkehr wird über die Kaiserstraße und das Rheinufer umgeleitet, die beide parallel zur Adenauerallee verlaufen. Der Abschnitt soll in einem zweiten Schritt baulich so umgestaltet werden, dass auch dort ein sicherer Radschutzstreifen angeboten werden kann.
Oxfordstraße
In Fahrtrichtung Stadthaus/Alter Friedhof bleibt zwischen Kölnstraße und der Straße Maarhofplatz die heutige Verkehrsführung mit einer Kfz-Spur und einer Fahrradspur aufgrund der vorhandenen Straßenbreite. Ab Maarhofplatz bis zur Ecke Bornheimer Straße werden unter Entfall der Busspur zwischen Maarhofplatz und Bornheimer Straße - dort verkehren lediglich drei Buslinien - zwei Kfz-Spuren mit einem 1,5 bis zwei Meter breiten Schutzstreifen markiert. Ab Bornheimer Straße bis zum Kreisverkehr Alter Friedhof werden keine Änderungen vorgenommen, da die Straße dort nicht breit genug ist.
In Fahrtrichtung Kennedybrücke wird es zwischen Kreisel Alter Friedhof und der Einmündung Budapester Straße keine Änderungen geben, damit die Feuerwehr bei Einsätzen aus der Bornheimer Straße kommend auf der Bus-/Radspur möglichst ungehindert in die Budapester Straße fahren kann. Ab der Budapester Straße wird der Radverkehr über Budapester Straße, Friedensplatz und Wilhelmstraße bis zur Busspur auf der Oxfordstraße geführt. Von der Budapester Straße bis kurz vor Einmündung Wilhelmstraße können durch die Herausnahme des Radverkehrs zwei Kfz-Spuren eingerichtet werden. Ab Wilhelmstraße bis Bertha-von-Suttner-Platz sind keine Änderungen vorgesehen, da auf der Busspur 18 Buslinien fahren.
Durch die beiden Kfz-Spuren vor und hinter der Kreuzung zwischen Stadthaus, Thomas-Mann-Straße, Florentiusgraben und Sterntorbrücke, wo zahlreiche Bahnen verkehren sowie viel Fuß- und Radverkehr unterwegs sind, soll der Abfluss der Fahrzeuge während der Grünphasen verdoppelt werden.
Der Radverkehr aus der Altstadt wird über die Sterntorbrücke und die Wilhelmstraße auf die Busspur auf der Oxfordstraße geleitet. Dieser Weg ist erforderlich, da die Fahrbahnbreite zwischen der Sterntorbrücke und der Wilhelmstraße zu gering für zwei MIV-Spuren und einem Radschutzstreifen ist.
FF