Spezialfahrzeug gegen Waldbrände: Das erste kam nach Bonn
Ein weiteres erhält Königswinter
Innenminister Herbert Reul hat am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen das erste von insgesamt acht neuen Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen übergeben. Das erste Fahrzeug geht an die Feuerwehr Bonn. Es schützt dort auch die zahlreichen waldnahen Wohngebiete in Bonn, Bad Godesberg und Beuel. Ein weiteres erhält die Feuerwehr Königswinter zur Brandbekämpfung in den Wäldern des Siebengebirges. Die Fahrzeuge können auch in der Hilfe für benachbarte Feuerwehren eingesetzt werden.
Das für Wald- und Vegetationsbrände ausgelegten Fahrzeuge unterstützt die Feuerwehren bei Einsätzen in schwer zugänglichem Gelände und führen 3000 Liter Löschwasser mit. So können die Feuerwehren auch dort löschen, wo Wege schwer passierbar sind oder es kein Löschwasser in der Nähe gibt. Die Spezialfahrzeuge sind geländegängig.
Die jüngsten Waldbrände im Hürtgenwald und im Raum Monschau haben gezeigt, wie herausfordernd solche Einsätze sein können. Die neuen Fahrzeuge stärken die Feuerwehren langfristig für Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden, so auch in Bonn.
Klimawandel bringt neue Herausforderungen
Innenminister Herbert Reul: „Bei Trockenheit und Wind kann ein kleines Feuer innerhalb kürzester Zeit zur großen Gefahr werden. Dann muss die Feuerwehr schnell ins Gelände kommen, Wasser dabeihaben und so handlungsfähig bleiben. Der Klimawandel stellt Feuerwehr und Katastrophenschutz vor neue Herausforderungen. Die Einsätze im Hürtgenwald und bei Monschau haben gezeigt, dass riesige Waldbrände kein Szenario von morgen sind. Mit diesen Fahrzeugen stärken wir unsere Einsatzkräfte genau dort, wo künftig noch mehr Schlagkraft gebraucht wird.“
FF