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Jungfernrebe: Grüne Pflanzenvorhänge helfen gegen Hitze

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Themenbild Pflanzenvorhang | ©Verbraucherzentrale/Adobe Stock/Wolfgang Mücke
Die jüngste Hitzeperiode hat es eindrücklich gezeigt: Gerade Gebäude in Städten heizen sich schnell auf, und die Menschen leiden unter fehlender Abkühlung. Wer keine Rollläden vor dem Fenster hat, musste kreativ werden. Mancher befestigt Metallfolien vor dem Fenster, um die Sonneneinstrahlung abzuhalten. Nachhaltiger ist eine begrünte Hausfassade, die nachweislich die Temperatur senkt und das Wohnklima an heißen Tagen erträglicher macht.

„Auch vor dem Fenster kann eine Fassadenbegrünung eingesetzt werden. Kletterpflanzen lassen sich waagerecht mit einer Rankhilfe über das Fenster leiten, sodass ein grüner, luftiger Vorhang entsteht, der für spürbare Abkühlung sorgt“, empfiehlt Manuel Vollrath, Experte für Fassadenbegrünung bei der Verbraucherzentrale NRW. „Durch die Verschattung kommt weniger direkte Sonneneinstrahlung durch das Fenster. Gleichzeitig entzieht das Laubwerk durch Verdunstung der Umgebung einen Teil der Wärme. Dadurch kann die Temperatur im Raum um mehrere Grad sinken.“

Empfehlenswert sind Kletterpflanzen ohne Hafteigenschaften wie Bergwaldrebe, Pfeifenwinde oder Gewöhnliche Jungfernrebe. Ihre Triebe hängen vorhangartig über, wenn sie woanders keinen Halt mehr finden. Als waagerechte Kletterhilfe eignet sich ein Stahlstab oder ein gut gespanntes Stahlseil – beides muss gut im Mauerwerk verankert sein. Damit die Pflanze auch trockene Sommer gut übersteht, muss sie ausreichend bewässert werden. Abgestorbene Triebe sind möglichst zeitnah zu entfernen. Im Spätherbst oder Winter sollte dann kräftig bis auf die Rankhilfe gestutzt werden, sodass im folgenden Jahr junge Triebe nachwachsen. So hängen keine vertrockneten Triebe vor dem Fenster und die Dichte des Blättervorhangs lässt sich gezielt steuern.

FF