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Haus & Grund sagt Nein zur geplanten Grundsteuererhöhung von 11 Prozent

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Leeres Portemonnaie
Leere Geldbörse: Die Stadt greift zu | ©freepik.com
Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg lehnt den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen einheitlichen Hebesatz für die Grundsteuer B in Höhe von 732 % mit deutlichen Worten ab.

Dirk Vianden, Vorsitzender der Eigentümergemeinschaft, kritisiert die geplante Anhebung:

"Eine Erhöhung der Grundsteuer für alle Eigentümer von Wohngebäuden - und in der Folge auch für deren Mieterinnen und Mieter - von satten 11 Prozent bestätigt einmal mehr, dass nicht die privaten Vermieterinnen und Vermieter die Kostentreiber auf dem Wohnungsmarkt sind." Der Hauptanteil der Preissteigerungen – rund 73 Prozent – gingen auf das Konto politischer Entscheidungen, wie beispielsweise aufgrund neuer Gesetze und Verordnungen, seien aber auch auf die Erhöhung der Grundsteuer und anderen durch die Stadt ebenfalls erst gerade verteuerter Betriebskosten für die Straßenreinigung, Abfall und Abwasser zurückzuführen.

Von der einstmals vor der Grundsteuerreform versprochenen Aufkommensneutralität ist kaum etwas übriggeblieben", so Vianden. Haus & Grund weist zudem darauf hin, dass die Wohnnebenkosten in NRW allein 2024 um 4,1 Prozent zulegten, im Fünfjahresvergleich sogar um 55,2 Prozent. Mietpreisbremsen, Kappungsgrenzen und ähnliche Eingriffe setzten daher am falschen Punkt an. Sie würde die tatsächlichen Ursachen von steigenden Wohnkosten nicht lösen, sondern die Probleme im Gegenteil noch verschärfen.

Vianden forderte die Stadt und deren Kämmerer daher auf, ihre Pläne grundlegend zu überdenken und zunächst alle Einsparpotenziale auszuschöpfen, bevor sie ihren Bürgern noch tiefer in die Tasche greife.

FF