Haus & Grund-Präsident würdigt Bonner Politikwerte
Breite Zustimmung zur neuen Geschäftsstelle
Der erste Jahresempfang von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg in der Adenauerallee 206 wurde ein voller Erfolg. 80 Gäste, die der Einladung der Eigentümergemeinschaft gefolgt waren, äußerten breite Zustimmung für die neue Geschäftsstelle. Es gab viel Lob. Vorsitzender Dirk Vianden sprach von einem „neuen Viereck“. Aus dem prominenten Dreieck Villa Hammerschmidt, Palais Schaumburg und Museum Alexander Koenig sei nun die Bonner Haus & Grund-Service-Zentrale hinzu gekommen. Nächster Nachbarin sei als ganz Prominente das erste Kanzleramt der Bundesrepublik, das Palais Schaumburg. Und jenen, die der Lage Oxfordstraße nachtrauerten hielt er entgegen: „Vom Hauptbahnhof zu Haus & Grund sind es nur vier Stadtbahnstationen“.
Zurück zur Sacharbeit
Dr. Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund Deutschland, war eigens von der Spree an den Rhein gereist, um – im Vergleich zu Berlin – positive Anleihen aus der Bonner Politikgeschichte zu erwähnen. Er nannte vor allem die gelungene Westbindung, das Erstarken der Europäischen Union, die Kompromissfähigkeit der demokratischen Mitte und der Fähigkeit zur „sachfokkussierten Politik.“ Der Berliner Streit mache nur die radikalen Ränder stark, ergänzte Warnecke.
Mietpreisbremse gilt für Neuverträge
Gleichzeitig räumte Warnecke mit einem Märchen auf, das auch viele private Vermieter beunruhige. Die Mietpreisbremse habe lediglich für Neuvermietungen Bedeutung. Sie gelte nicht für Altverträge.
Bauturbo zünden
Oberbürgermeister Guido Déus legte ein Bekenntnis zur aktiven Wohnungspolitik in Bonn ab. Wohnraum zu schaffen, bleibe eine wesentliche soziale Frage. Er würdigte dabei die Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren auf dem Wohnungsmarkt, darunter auch H&G Bonn/Rhein-Sieg. Zu den wichtigen Zielen gehöre, die Vorteile des Bauturbos zu nutzen und den Planungsturbo zu entwickeln. Dabei sei auch der Gesetzgeber gefragt. In Richtung der Bonner politischen Gremien sagte er: „Wir müssen die Beratungen verkürzen“. Und: Es gehe nun darum, auch die kommunalen Institutionen wie Stadtentwicklungsgesellschaft und Vebowag besser zu machen.
„Verlässlicher Ansprechpartner“
Viel Lob im Gepäck hatte Bezirksbürgermeisterin Nicole Bonnie: Haus & Grund sei ein „verlässlicher Ansprechpartner“, würdigte sie und erwähnte, dass die Lage für Eigentümerinnen und Eigentümer komplizierter geworden sei. Die Gründe: Mehr Gesetze, Verordnungen, Auflagen, mehr handelnde Personen, mehr politische Parteien. Nicht nur wegen des Nordbrückendesasters brauche Bonn besonderen Mut und wirksame Ideen, um schneller zu werden und die Wege kurz zu halten.
Bei der ebenfalls gelobten kulinarischen Gästeversorgung stand Haus & Grund auf historischem Boden. Dort, wo 2020 das neue Gebäude errichtet wurde, fanden Archäologen eine wenigstens 1700 Jahre alte Brauerei aus römischer Zeit. Nicht nur Haus & Grund, auch die alten Römer wussten bereits, was Leib und Seele zusammenhält.
FF