Gewogen und zu schwer befunden: A555/A565: Inbetriebnahme der WIM-Anlagen zum Schutz der Rheinbrücke Bonn-Nord
Brummi-Waagen in Betrieb
Seit Mittwoch werden die drei Brummi-Waagen (WIM‑Anlagen) zum Schutz der instabilen Nordbrücke in Betrieb genommen. Sie wurden von der Autobahn GmbH an folgenden Stellen montiert:
A565 in Fahrtrichtung Koblenz zwischen dem Autobahndreieck Bonn‑Nordost und der Anschlussstelle Bonn‑Beuel, A565 in Fahrtrichtung Siegburg zwischen der Anschlussstelle Bonn‑Endenich und dem Autobahnkreuz Bonn‑Nord sowie auf der A555 in Fahrtrichtung Bonn zwischen der Anschlussstelle Bornheim und dem Autobahnkreuz Bonn‑Nord.
Ziel der Wiegetechnik
Um die Rheinbrücke Bonn-Nord weiterhin für den übrigen Verkehr offenhalten zu können, sollen LKW über 7,5 Tonnen künftig vor der Brücke automatisch gewogen, erkannt und gezielt ausgeleitet werden. Zum Einsatz kommen Achslastmessstellen nach der Weigh-in-Motion-Methode (WIM). Diese Maßnahme dient dem Schutz der Rheinbrücke Bonn-Nord, um weitere Schäden zu vermeiden und eine vollständige Sperrung für alle Verkehrsteilnehmenden zu verhindern.
Das bedeutet: LKW werden während der Fahrt gewogen, Fahrzeuge über 7,5 Tonnen werden automatisch identifiziert, ein Kamerasystem erfasst die Kennzeichen, zu schwere LKW werden über Hinweistafeln zum Verlassen der Strecke aufgefordert. Durch die automatisierte Kennzeichenerfassung wird das bestehende Fahrverbot mehrfach und eindeutig angezeigt, um ein sicheres Ableiten der LKW zu ermöglichen und einer Missachtung wirksam entgegenzuwirken.
Die Brummi-Waagen wurden notwendig, da trotz des bestehenden Verbots weiterhin zu schwere LKW die Brücke unerlaubt befahren. Um diese Verstöße künftig wirksamer zu unterbinden und die Brücke dauerhaft zu sichern, hat die Autobahn GmbH als nächste verkehrliche Maßnahme den Einsatz einer WIM‑Anlage veranlasst.
FF