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Einnahmen aus Grundsteuer gingen zurück: Kämmerer Michael Fark verhängt Haushaltssperre für Bonn

Kämmerer Michael Fark
Kämmerer Michael Fark | (c) Meike Böschemeyer
In Bonn gilt ab sofort eine Haushaltssperre. Stadtkämmerer Michael Fark hat diese in Einvernehmen mit einhelliger Unterstützung von Oberbürgermeister Guido Déus und des Verwaltungsvorstandes mit Wirkung ab Dienstag, 8. September 2026, erlassen. 

Prognostiziertes Defizit wächst auf 167,5 Millionen Euro

Aktueller Auslöser für die Haushaltssperre ist der 2. Quartalsbericht 2026 mit einer weiterhin deutlich verschlechterten Ergebnisprognose. Statt der ursprünglich geplanten 123,4 Millionen Euro beläuft sich das prognostizierte Defizit der Stadt Bonn nun auf voraussichtlich 167,5 Millionen Euro.

„Die aktuell zusammengestellten Zahlen des 2. Quartalsberichts zeigen eine deutliche Verschlechterung der haushaltswirtschaftlichen Entwicklung mit einer prognostizierten Ergebnisverschlechterung von 44 Millionen Euro gegenüber dem Haushaltsplan“, erklärt Stadtkämmerer Michael Fark. „Vor dem Hintergrund, der sich weiter eintrübenden Perspektive für 2027 und die folgenden Jahre und steigender Risiken für die städtischen Finanzen mit Blick beispielsweise auf die Situation der Nordbrücke oder auch die Zinsentwicklung, ist dieser Schritt notwendig und geboten.“

Haushaltssperre dient der Stabilisierung der Finanzen

Gründe für die deutliche Verschlechterung der Prognose gegenüber des geplanten Defizites bis zum Jahresende 2026 sind beispielsweise zurückbleibende Erträge, darunter geringere Einnahmen aus der Grundsteuer und der Erstattung für die Flüchtlingsunterbringung, sowie weiter steigende Aufwendungen im Sozialbereich und den SGB-Transferaufwendungen.

Der Erlass der Haushaltssperre dient der Stabilisierung der städtischen Finanzen im laufenden Haushaltsjahr und damit langfristig der Sicherung der Handlungsfähigkeit der Stadt Bonn. Trotzdem gilt: Investitionen in die Zukunft für Bürgerinnen und Bürger werden weiter in den Fokus genommen. Die Stadt setzt auf eine verantwortungsvolle Konsolidierung, ohne funktionierende und wichtige Strukturen z. B. im ehrenamtlichen Bereich dauerhaft zu zerschlagen.

FF