Bonner Energie Agentur empfiehlt Heizsysteme mit erneuerbaren Energien
Bio-Treppe für klimaneutrale Brennstoffe
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat im Juli das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst. Die Bonner Energie Agentur (BEA) empfiehlt Eigentümerinnen und Eigentümern wie bisher, bei einem Heizungstausch auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energien zu setzen. Mit der Novelle entfällt unter anderem die sogenannte 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neu eingebauten Heizungen. Der Einbau neuer Öl- und Gasheizungen ist wieder ohne Vorgaben möglich.
Im neuen Recht gilt eine sogenannte "Biotreppe". Diese sieht vor, dass beim Betrieb fossiler Heizungen ab 2029 schrittweise ab 10 Prozent ein steigender Anteil klimaneutraler Brennstoffe wie z.B. Bio-Gas eingesetzt werden muss. Bis 2040 soll dieser Anteil auf 60 Prozent anwachsen. In vermieteten Gebäuden gilt: CO2-Kosten, Netzentgelte und Mehrkosten durch klimafreundliche Brennstoffe für neu eingebaute Heizungen werden künftig je hälftig zwischen den Mietvertragsparteien (Mieter/Eigentümer) aufgeteilt.
Celia Schütze, Geschäftsführerin der Energie-Agentur begründet die Priorisierung moderner Heizungssysteme: „Erneuerbare Energien: wirtschaftlich, umweltfreundlich, versorgungssicher.“ Bereits 2025 habe sich laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie die Mehrheit der Eigentümerinnen und Eigentümer in Deutschland für eine Wärmepumpe entschieden. Der Absatz fossiler Heizungen ist eingebrochen.
Die Gründe liegen in den Preisrisiken, politischen Unsicherheiten und in den Schäden für das Klima. Gleichzeitig sind Wärmepumpen bereits im Betrieb günstiger und über die Lebensdauer betrachtet wirtschaftlicher. Anders als häufig befürchtet, sind sie für die allermeisten Gebäudetypen geeignet, sinnvoll und effizient. Hingegen sind fossile Brennstoffe eine Kostenfalle.
„Wir als Bonner Energie Agentur empfehlen weiterhin Heizungen mit erneuerbaren Energien: für sichere Kosten, gut verfügbare Energie und für eine moderne und umweltfreundliche Technik“, sagt BEA-Geschäftsführerin Celia Schütze. „Und egal, welche Heiztechnik - die Senkung des Energieverbrauchs bleibt für die BEA ein wichtiger Baustein einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung.“
FF