Direkt zum Inhalt
|

Alte Legenden und neue Perspektiven zum Bonner Bundesviertel

Bild
Bundesbuedchen
Keine Legende, sondern Realität: Das Bundesbüdchen | ©Meike Böschemeyer
Das Ortskuratorium Bonn/Rhein-Sieg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Freitag, den 3. Juli 2026 um 18.00 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Alexander Kleinschrodt in das Hotel Collegium Leoninum / Nova Vita Residenz Bonn, Noeggerathstraße 34 in 53111 Bonn ein.

Der Kulturwissenschaftler und Sprecher des professionellen Netzwerks „Werkstatt Baukultur Bonn“ widmet sich dem architektonischen und städtebaulichen Wandlungsprozess des Bundesviertels, das Bonn als Regierungssitz 50 Jahre lang, von 1949 bis 1999, geprägt hat. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.

Die Erinnerung an Bonn als Bundeshauptstadt ist immer noch dominiert von der vermeintlichen Heimeligkeit („Bundesdorf“) und dem angeblich geringen baukulturellen Wert der bis in die 1990er Jahre im Bonner Stadtteil Gronau entstandenen Architektur (damit sei „kein Staat zu machen“). Der auch dank des Denkmalschutzes noch vorhandene Baubestand erweist sich jedoch mit der Zeit immer wieder als ein Ausgangspunkt für neue Perspektiven. Mit dem Blick der 2020er Jahre repräsentieren Kanzleramt, „Bundesbüdchen“ und andere Bauten im Viertel nun unter Umständen Entwicklungen und Wertvorstellungen, die von den Zeitgenossen so noch nicht überblickt werden konnten. Auch die Möglichkeiten, um historisch geprägte Areale noch mehr als bisher in die Stadtgesellschaft zu integrieren und zusätzliche Anlaufstellen für Besucher zu schaffen, sind noch nicht ausgeschöpft.

FF