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Müllgebühren-Schere in Sachsen: Chemnitz vorn, Leipzig weit hinten

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Müllgebührenranking 2026

Haus & Grund verlangt klare Antworten auf hohe Abfallgebühren

Ranking zeigt deutliche Unterschiede zwischen Sachsens Großstädten

Die Müllgebühren in Sachsens Großstädten unterscheiden sich deutlich. Das zeigt das aktuelle Müllgebührenranking des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund Deutschland. Untersucht wurden die 100 größten deutschen Städte. Unter den sächsischen Großstädten liegt Chemnitz mit Platz 16 vorn, Leipzig mit Platz 71 weit hinten. Zwickau erreicht Platz 43, Dresden Platz 61. Alle vier Städte haben sich gegenüber 2022 verschlechtert; bundesweit am
günstigsten ist Flensburg.

„Müllgebühren sind Wohnkosten – und hohe Gebühren zahlen am Ende Eigentümer und Mieter. Wer mehr verlangt, muss klar erklären, wofür das Geld eingesetzt wird und wo die Kommune effizienter werden kann“, fordert Sachsens Haus & Grund Präsident René Hobusch. „Chemnitz zeigt, dass niedrigere Gebühren möglich sind. Leipzig, Dresden und Zwickau müssen sich daran messen lassen.“ Hobusch kritisiert vor allem die fehlende Vergleichbarkeit der kommunalen Gebührensysteme. Abfuhrrhythmen, Servicegrade, Hol- und Bringsysteme sowie Mindestvolumina unterscheiden sich teils deutlich. Für Bürger ist damit oft kaum nachvollziehbar, ob die Gebühren vor Ort angemessen sind.

Haus & Grund fordert die sächsischen Städte und Gemeinden auf, Gebührenordnungen verständlicher zu machen, digitale Gebührenrechner einzuführen und Kostentreiber offenzulegen. Kommunen müssen zeigen, welche Leistungen Bürger für ihr Geld erhalten und wo effizientere Strukturen Gebühren senken können. „Denn nur wer vergleichen kann, kann Missstände erkennen und Veränderungen einfordern“, so Hobusch.

Hintergrund: Grundlage des Rankings ist ein vierköpfiger Musterhaushalt. Bewertet wurden Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier. Unterschiede bei Abfuhrrhythmus und Servicegrad wurden in einem Müllgebührenindex zusammengeführt.