Haus & Grund zur Landesentwicklungsgesellschaft
Beratung: Ja, bitte! - Wohnungsbau: Nein, danke!
Das für das Bauen und Wohnen zuständige Innenministerium hat gestern ein Gutachten veröffentlicht, das zeigt, welche Rolle eine Landesentwicklungsgesellschaft künftig bei der Schaffung und Sicherung bezahlbaren Wohnraums spielen könnte.
Das kommentierte Alexander Blažek, Vorstandsvorsitzender des Grundeigentümerverbandes Haus & Grund Schleswig-Holstein, folgendermaßen:
Beratung: Ja, bitte! Wohnungsbau: Nein, Danke!
Für mehr Wohnungsbau ist Beratung der Bauämter dringend erforderlich. Zu hohe Auflagen, zum Beispiel beim Brandschutz, erschweren den Wohnungsbau unverhältnismäßig. Gleiches gilt, wenn bei Zielkonflikten zwischen Umweltschutz, Nachbarrechten etc. nicht klar ist, was Priorität hat. Hier könnte eine Landesentwicklungsgesellschaft helfen, Bauherrn Steine aus dem Weg zu räumen.
Eine neue Landeswohnungsbaugesellschaft ist hingegen überflüssig. Zum einen kann diese auch nicht günstiger als private Bauherrn oder Wohnungsbaugenossenschaften Wohnungen bauen. Das heißt, die Mieten würden beim Land auch nicht günstiger sein als bei privaten Vermietern. Auch eine Landeswohnungsbaugesellschaft müsste Renditen erwirtschaften, um Rücklagen für Instandsetzungen, Modernisierungen oder Neubau bilden zu können. Darüber hinaus denkt die Politik in Legislaturperioden, während Immobilien für viele Jahrzehnte gebaut werden. Welcher Politiker könnte heute die Gewähr übernehmen, dass politischen Nachfolger die Immobilienbestände nicht wieder versilbern, wie es seinerzeit unter der SPD Landesregierung mit Heide Simonis mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft passiert ist?“
Haus & Grund Schleswig-Holstein vertritt die Interessen der privaten Grundeigentümer und hat landesweit über 74.000 Mitglieder. Privaten Grundeigentümern gehören rund 80 Prozent aller Wohnimmobilien.
Kontakt:
Alexander Blažek
T: 0431 6636111