Grußworte zum Landesverbandstag 2026 in Würzburg
Grußworte von Christian Bernreiter, MdL
Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr
Liebe Mitglieder von Haus & Grund Bayern,
liebe Leserinnen und Leser,
der Wunsch nach einem eigenen Zuhause ist für viele Menschen nach wie vor groß, und der Bedarf an Wohnraum wächst kontinuierlich. Zwar gibt es erste positive Signale, doch die Lage in der Wohn- und Baubranche bleibt angespannt: Neue Energieeffizienzauflagen, hohe Bau- und Sanierungskosten sowie wachsende Anforderungen an den Klimaschutz stellen viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer – und jene, die es werden wollen – vor vielfältige Herausforderungen. Umso wichtiger ist es auch in diesem Jahr, den Wohnungsbau weiter anzukurbeln.
Die bayerische Staatsregierung fördert die Schaffung von Wohnraum konsequent. In den kommenden zwei Jahren investieren wir eine zusätzliche Milliarde Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur in den Mietwohnungsbau der Kommunen. Mit unserer Eigenwohnraumförderung unterstützen wir Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb oder Bau ihres Eigenheims und ermöglichen damit vielen Familien eine stabile Wohnsituation: Über das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm fördert der Freistaat Haushalte mit mittleren Einkommen, damit sie langfristig ihre Wohnsituation verbessern und sich ein Zuhause schaffen können. Parallel wollen wir die Potenziale im Gebäudebestand noch stärker nutzen. Durch Umbau und Sanierung von Bestandsimmobilien kann neuer Wohnraum in zentralen Lagen entstehen – wirtschaftlich, effizient und ökologisch nachhaltig.
Zudem sind finanzielle Entlastungen für Bauherren notwendig. Ich setze mich weiterhin dafür ein, dass es verlässliche Bedingungen für Eigenheimbesitzer gibt – in Bayern ebenso wie auf Bundesebene. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung, den ich mitverhandeln durfte, enthält deutliche Erleichterungen für steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten – etwa für die Sanierung von bestehendem Wohnraum oder die energetische Sanierung von geerbten Immobilien. Mit der Starthilfe „Wohnungseigentum“ sollen darüber hinaus die steuerlichen Voraussetzungen für Familien verbessert werden, damit sich mehr Menschen ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können.
Finanzielle Entlastungen allein reichen aber nicht aus. Wir benötigen auch verbesserte und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Bauvorhaben. Bund und Bayern ziehen dabei an einem Strang, um das Bauen einfacher zu machen sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Mit dem Gebäudetyp-e geht der Freistaat bereits mit gutem Beispiel voran. In Pilotprojekten untersuchen wir, wie Abweichungen von Standards sinnvoll genutzt werden können. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich dadurch die Baukosten um mehr als 15 Prozent reduzieren lassen.
Wir sind auf einem guten Weg und haben bereits viel erreicht. Dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass jeder Mensch ein Zuhause findet, das seinen Bedürfnissen und Wünschen entspricht. Nur wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten, können wir die aktuellen Herausforderungen meistern und Wohnraum für alle schaffen.
Grußworte von Martin Heilig,
Oberbürgermeister
Liebe Mitglieder der Ortsvereine von Haus & Grund,
liebe Leserinnen und Leser,
im Mai werden Sie mit Ihrem Landesverbandstag bei uns zu Gast sein – ein schöner Anlass für den Austausch über eine der zentralsten Fragen unserer Gesellschaft: das private Eigentum und die Zukunft des Wohnens.
Mit Ihren bayernweit über 150.000 organisierten Eigentümern vertreten Sie eine enorme Expertise von Menschen, die tagtäglich Verantwortung für ihre Immobilien tragen. Ohne deren Engagement und Investitionen wäre die Wohnraumversorgung in Bayern nicht denkbar.
Als wachsende Universitätsstadt, als bedeutendes Wirtschafts-, Kultur- und Forschungszentrum sowie als attraktiver Lebensmittelpunkt spüren wir in Würzburg die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt besonders deutlich. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist hoch. Die Mieten und Kaufpreise sind auch bei uns stark gestiegen. Diese Situation stellt uns als Stadtverwaltung, aber auch Sie als private Eigentümer und Vermieter vor große Aufgaben. Wir alle tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass unsere bayerischen Kommunen auch künftig lebenswert und bezahlbar bleiben.
Gleichzeitig arbeitet die Stadt Würzburg intensiv daran, eigene Akzente in der Wohnraumentwicklung zu setzen. Als ein Beispiel möchte ich unseren neuen Stadtteil Hubland nennen. Auf dem Areal einer vormaligen US-Kaserne ist in den letzten Jahren ein komplett neuer, lebendiger Stadtteil entstanden. Durch eine gezielte städtebauliche Planung konnte hier schnell und effizient neuer Wohnraum geschaffen werden. Dabei wurde großer Wert auf eine ausgewogene soziale Mischung gelegt.
Ihr Landesverbandstag greift wichtige Themen in puncto Wohnen auf. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Austausch zwischen den Ortsvereinen, politischen Entscheidungsträgern und Fachexperten in Würzburg wertvolle Impulse für die gesamte Immobilienwirtschaft in Bayern liefert. Ich lade Sie ein, neben den Fachgesprächen auch unsere schöne Stadt am Main kennenzulernen. Würzburg ist eine Stadt mit reicher Geschichte, lebendiger Kultur und hoher Lebensqualität.
Ich wünsche Ihnen allen schon jetzt einen erfolgreichen Landesverbandstag. Wir freuen uns darauf, Sie im Mai 2026 in Würzburg persönlich begrüßen zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen an der Zukunft des Wohnens zu feilen.
Grußworte von Dr. Ulrike Kirchhoff,
Vorstand von Haus & Grund Bayern
Herzlich willkommen zu unserem Landesverbandstag in Würzburg. Nach langer Zeit findet unser Verbandstag wieder in Unterfranken statt und wir freuen uns, in dieser traditionsreichen mainfränkischen Stadt zu Gast zu sein. Ein herzliches Dankeschön geht an Rechtsanwalt Jürgen Kirchner, erster Vorstand von Haus & Grund Würzburg, für die Einladung.
Unser Verbandstag ist unser wichtigstes Ereignis im Haus & Grund-Jahr. Delegierte und Gäste aus ganz Bayern kommen nach Würzburg, um daran teilzunehmen – und die Vorfreude ist groß. Im Zentrum aller Veranstaltungen steht unsere Mitgliederversammlung, auf der wir über unsere Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und über unser politisches Engagement berichten. Aber auch verbandsinterne Themen werden diskutiert – etwa neue Projekte für unsere Mitgliedsvereine sowie die Entwicklung in unseren Vereinen vor Ort.
Politische Themen, die die privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer und damit auch uns beschäftigen, haben wir viele. Dazu gehört auf jeden Fall das Mietrecht, denn zusätzlich zu den Änderungen, die durch die Expertenkommission entwickelt werden sollen, liegt aktuell ein Referentenentwurf vor, der die Rechte der Vermieter weiter beschneidet. So soll etwa die Indexmieterhöhung gedeckelt werden, die Schonfristregelung auf die ordentliche Kündigung ausgedehnt werden sowie im Geltungsbereich der Mietpreisbremse der Möblierungszuschlag begrenzt werden. Viele weitere große oder kleine politische Themen kommen hinzu, die uns – die privaten Immobilieneigentümer in Bayern – betreffen und über die wir im Rahmen des Verbandstages intensiv sprechen müssen. Der Diskussionsstoff geht uns nicht aus.
Ein ganz wesentliches Element unseres Verbandstages ist und bleibt aber der persönliche Austausch zwischen Delegierten und Gästen. Diese Gespräche sind wichtig sowohl im Hinblick auf die Diskussion der vielen verschiedenen Rechtsfragen als auch im Hinblick auf die Arbeit für und mit den Mitgliedern. Genauso gerne nutzen wir aber auch die Gelegenheit, Würzburg zu entdecken und unseren Gastgeber – Haus & Grund Würzburg – näher kennenzulernen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen interessanten und harmonischen Verlauf des Landesverbandstages in Würzburg.
Grußworte von Thomas Eberth,
Landrat des Landkreises Würzburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder von Haus & Grund Bayern,
Wohnen ist ein zentrales Grundbedürfnis und weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es bedeutet Heimat, Sicherheit und Verlässlichkeit – für Familien ebenso wie für ältere Menschen oder junge Generationen, die ihren Platz im Leben suchen. Eigentum spielt dabei eine besondere Rolle: Es schafft Stabilität, Verantwortung und langfristige Perspektiven.
Haus & Grund Bayern setzt sich seit Jahrzehnten engagiert für die berechtigten Interessen der Haus- und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer ein. Der Landesverbandstag vom 7. bis 9. Mai 2026 bietet eine wichtige Plattform für Austausch, Meinungsbildung und gemeinsame Positionsbestimmung. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen – von steigenden Bau- und Energiekosten über Fragen der Sanierung bis hin zu rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen – ist der offene Dialog wichtiger denn je.
Als kommunaler Landrat weiß ich um die Bedeutung funktionierender Partnerschaften zwischen Eigentümern, Kommunen und Politik. Nur gemeinsam können wir Lösungen entwickeln, die bezahlbares Wohnen sichern, den Klimaschutz voranbringen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Eigentümerinnen und Eigentümer berücksichtigen. Pauschale Vorgaben helfen dabei ebenso wenig wie ein Gegeneinander der Interessen. Was es braucht, sind Augenmaß, Praxisnähe und gegenseitiges Verständnis.
Haus & Grund Bayern leistet hierzu einen wertvollen Beitrag: durch fachliche Expertise, durch Beratung und durch eine starke Stimme im politischen Raum. Dafür gebührt dem Verband Dank und Anerkennung.
Allen Delegierten wünsche ich einen erkenntnisreichen Landesverbandstag, konstruktive Diskussionen und gute Impulse für die zukünftige Arbeit. Möge von diesem Treffen ein starkes Signal für verantwortungsvolles Eigentum und eine nachhaltige Wohnraumentwicklung in Bayern ausgehen.
Jürgen Kirchner,
Vorstand Haus & Grund Würzburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich darf Sie herzlich dazu einladen, den Landesverbandstag von Haus und Grund Bayern mit uns in Würzburg zu verbringen.
Das letzte Mal, dass der Landesverbandstag in Würzburg stattgefunden hat, war im Jahr 1987 anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums gewesen.
Der damalige Vorsitzende, Hermann Halbleib, schrieb anlässlich dieses Jubiläums: „Das Haus-, Wohnungs- und Grundeigentum wird auch in Zukunft nicht auf Rosen gebettet sein. Wir werden uns neuen Strukturen und wirtschaftlichen Veränderungen anpassen müssen.“
Ein Satz, der in den vergangenen Jahrzehnten nichts von seiner Aussagekraft und Gültigkeit verloren hat. Als aktuelles Beispiel ist hier der Referentenentwurf des Mietrechtsänderungsgesetzes zu nennen, der mit neuen, kleinteiligen Regelungen eine weitere Belastung der privaten Vermieter darstellt. Immerhin einer Gruppe, die mit über 60 Prozent der gesamten zur Verfügung gestellten Mietwohnungen einen wesentlichen Anteil zur Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum beiträgt, gerade auch in einer Studentenstadt wie Würzburg.
Gegründet wurde der Verein 1887, Zweck war: „Solidarische Wahrung der gemeinsamen Interessen der hiesigen Hausbesitzer“. Zu diesem Zweck wurde einen Geschäftsstelle eingerichtet. Die Gruppe der alteingesessenen Hausbesitzer in Würzburg – die Handwerkerschicht – verlor im Rahmen der wirtschaftlichen Veränderungen der Industriellen Revolution an wirtschaftlicher Bedeutung. Und so sollte der Verein seine Mitglieder nicht nur vor „zahlungssäumige, streitsüchtige, boshafte Miether“ (sic) schützen, sondern auch gegenüber Reichsstaats- und Gemeindebehörden vertreten.
Bereits 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, fand der 37. Zentralverbandstag in Würzburg statt.
Nach den Dritten Reich und der Zerstörung Würzburgs in der Bombennacht des 16. März 1945, in der auch fast alle Vereinsunterlagen vernichtet wurden, fand eine erste, außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins am 30. November 1946 statt. Man fing wieder bei Null an.
Und so, wie auch Würzburg wieder aufgebaut wurde, wuchs auch der Verein im Laufe der Jahre. Der Vereine erhielt 1983 eine neue Geschäftsstelle, die auch in seinem Eigentum steht. Heute gehört der Haus- und Grundbesitzerverein Würzburg zu den mitgliederstärksten Vereinen des Landesverbandes.
Würzburg ist eine Studentenstadt, über 35.000 der rund 133.000 Einwohner Würzburgs sind Studenten. Die Studierenden prägen das Stadtbild stark. Cafés, Bars, Kulturveranstaltungen und Festivals sind eng mit dem studentischen Leben verbunden. Würzburg gilt daher als junge, lebendige Stadt mit internationalem Flair.
Ich hoffe und wünsche mir, dass Ihnen, den Teilnehmern des Landesverbandstages, die Tage in der Mainmetropole in guter Erinnerung bleiben werden.