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Berichterstattung - Haus & Grund Lindenberg

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Haus & Grund Lindenberg: Gerhard Alger als Vorsitzender im Amt bestätigt

Der Andrang der Mitglieder zeigte es deutlich: nach zwei Jahren Pandemie waren alle froh, wieder eine Mitgliederversammlung besuchen zu können und wichtige Informationen rund um die Immobilie zu erhalten. Und gerade mit der Grundsteuerreform stand ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung.

Gerhard Alger, erster Vorstand des Vereins, freute sich über die erste „Präsenz“Veranstaltung seit Beginn der Pandemie und den regen Besuch. Zur Verblüffung aller war allerdings nur eine Mitgliederversammlung ausgefallen: Die Versammlung des Jahres 2020 durfte wenige Tage vor dem Lockdown gerade noch stattfinden. Alger berichtete den Mitgliedern über seine Tätigkeit in den 2 Pandemiejahren. Die Mitgliederentwicklung war auch in dieser Zeit stabil. Der Beratungsbedarf war ungebrochen und konnte telefonisch sehr gut bewältigt werden. Fragen der Mitglieder kamen wieder aus allen Bereichen der Vermietung.

Im Anschluss an den Geschäftsbericht informierte Matthias Eckart, Kassier, die Mitglieder über den Haushalt der abgelaufenen 2 Geschäftsjahre. Die positiven Zahlen wurden von den beiden Rechnungsprüfern bestätigt, so dass die Mitgliederversammlung dem Vorstand die Entlastung erteilte.

Neuwahlen standen in diesem Jahr an, sie wurden von der Vorsitzenden des Landesverbandes, Dr. Ulrike Kirchhoff, geleitet. Gerhard Alger kandidierte erneut als erster Vorstand und wurde von den Mitgliedern in seinem Amt ebenso bestätigt wie sein Stellvertreter Frank Müller. Auch Matthias Eckart, Kassier, sowie Sabine Gierer, Schriftführerin, wurden von den Mitgliedern wiedergewählt. Die Mitgliederversammlung bestätigte auch die Beisitzer Jakob Grath, Richard Herz und Alfred Keck in ihren Ämtern. Frau Gabriele Kulmus und Herbert Bader wurden als neue Kassenprüfer gewählt.

Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, informierte die Mitglieder in ihrem Vortrag über die neue bayerische Grundsteuer. Der Freistaat Bayern hat von der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht und eine eigene flächenbasierte Grundsteuer entwickelt, die einfach und transparent gehalten ist. Da sie lediglich auf Grundstücks-, Wohn- und Nutzflächen basiert, führt sie anders als das Bundesmodell, das etwa die Bodenrichtwerte der Grundstücke einbezieht, nicht zu automatischen Steuererhöhungen. Die Vorsitzende erläuterte, wie sich die Steuer ermittelt und wie die Eigentümer die notwendigen Größen bekommen, die in der Grundsteuererklärung anzugeben sind. Die Grundstücksgrößen können i.d.R. aus dem Grundbuchauszug, Flurkarten, dem alten Grundsteuerbescheid oder dem BayernAtlas entnommen werden. Die Wohnflächen dürfen aus alten Bauplänen entnommen werden, müssen im Zweifel aber aktualisiert werden. Existieren keine Unterlagen mehr, müssen die Flächen ausgemessen werden, das kann jeder Eigentümer auch selbst durchführen. Es muss kein Unternehmen beauftragt werden. Es gelten die Regeln der Wohnflächenverordnung. Diese Erklärung muss zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2022 von allen Grundstückseigentümern abgegeben werden. Zwar ist dazu grundsätzlich die Abgabe über das Elsterportal vorgesehen, aber auch die Abgabe der Steuererklärung auf Papierformularen ist möglich. Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Dr. Kirchhoff noch viele Fragen, etwa dass die Fläche von vermieteten Ferienwohnungen nicht als Wohn-, sondern als Nutzfläche anzusehen ist.

Gerhard Alger beendete die interessante und erfolgreiche Versammlung in der Hoffnung, dass künftig wieder Veranstaltungen wie gewohnt möglich sein werden.

Referent/in

Dr. Ulrike Kirchhoff