Haus & Grund Deutschland

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Vermieterbefragung
2017
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Ergebnisse der Vermieterbefragung 2017 – DEUTSCHLAND

Private Vermieter – das Rückgrat der Wohnraumversorgung in Deutschland

Dr. Kai H. WarneckeIn Deutschland gibt es mehr Mieter- als Eigentümerhaushalte – anders als im Rest der Europäischen Union. Offenbar lebt es sich hierzulande als Mieter sehr gut. Ein wesentlicher Grund dürfte die Struktur der Wohnungsanbieter sein: Von den 21 Millionen Mietwohnungen werden 15 Millionen von privaten Kleinvermietern angeboten. Doch was zeichnet diese Vermietergruppe aus? Seit einigen Jahren befragt Haus & Grund regelmäßig seine Mitglieder, um diese Frage beantworten zu können. Die aktuelle Haus & Grund-Vermieterbefragung hat beispielsweise bestätigt, dass die Miete bei privaten Vermietern immer weiter hinter die ortsübliche Vergleichsmiete zurückfällt, je länger ein Mietverhältnis dauert. Diese Erkenntnis geht einher mit der geringen Neigung privater Vermieter, im laufenden Mietverhältnis die Miete zu erhöhen, sowie dem Wunsch, einen Mieter langfristig zu halten.

  • Die Miete bei privaten Vermietern liegt im Durchschnitt 2,67 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete.
  • Knapp ein Viertel aller privaten Vermieter erhöhen die Miete ausschließlich bei einem Mieterwechsel.

In den Broschüren erfahren Sie mehr über Mieten und Nebenkosten, über Mieterhöhungen, über die Energienutzung und über Modernisierungsmaßnahmen privater Vermieter. Dass wir nun ein deutlicheres Bild von den privaten Vermietern haben, ist vor allem jenen zu verdanken, die an der Befragung teilgenommen haben: In unserer aktuellen Vermieterbefragung haben wir die Antworten von etwas mehr als 2.000 privaten Vermietern zu insgesamt knapp 5.800 Wohnungen ausgewertet. An der Befragung konnten vermietende Haus & Grund-Mitglieder aus Düsseldorf, Gelsenkirchen, Kassel, Lübeck, Magdeburg, München, Osnabrück, Pirmasens und Tübingen teilnehmen. So ist sichergestellt, dass die unterschiedlichen regionalen Wohnungsmärkte abgebildet werden.

Dr. Kai H. Warnecke

Dr. Kai H. Warnecke
Präsident Haus & Grund Deutschland
Interview

„Private Eigentümer waren immer die tragenden Kapitalgeber im Wohnungsbau“ ...

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen... meint Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler an der Universität Freiburg. Wir haben ihn zur Rolle der privaten Vermieter befragt:

Wie bewerten Sie die gesellschaftliche Bedeutung von privaten Immobilienvermietern?

Der private Wohnungsbau nimmt derzeit in seinem Gewicht ab. Das ist offensichtlich politisch auch so gewollt. Ob es gut ist, das ist eine andere Frage. Ich denke: „Nein.“ Private Eigentümer waren immer die tragenden Kapitalgeber im Wohnungsbau.

Welche Herausforderungen bringen die aktuellen demografischen Entwicklungen für sie mit sich?

Studien der vergangenen Jahre belegen, dass wir bis 2060 trotz sinkender Einwohnerzahlen keine Abnahme in der Immobiliennachfrage haben werden. Das liegt daran, dass die Zahl der Haushalte – vor allem die der Single-Haushalte im Alter – zunehmen wird. Dank eines ausgeprägten Verharrungseffekts werden ältere Menschen keine größeren Wohnflächen freisetzen. Unterm Strich müssen wir einen Zubau leisten, der die Abschreibungsrate übertrifft.

Wie können private Vermieter ihre Wohnungen heute schon für die Mieter von morgen attraktiv machen?

Wenn die Politik weiter auf das Konzept „häusliche Pflege vor stationärer Pflege“ setzt, dann bedeutet das, dass wir auch vermehrt Pflegefälle in Mietwohnungen haben werden. Entsprechend Gewicht bekommt damit barrierefreie Sanierung und Ausstattung. In einem mehrgeschossigen Haus wird der Fahrstuhl wohl unverzichtbar.

Welche Rolle spielen private Vermieter im Gesamtkonzept der Altersvorsorge?

Privates Immobilieneigentum ist neben der betrieblichen Vorsorge und der gesetzlichen Alterssicherung die dritte unverzichtbare Säule in der Altersvorsorge. Das gilt sowohl für selbstnutzende Eigentümer als auch für Kapitalanleger.
Laden Sie sich hier die 8-seitige Broschüre herunter:
Vermieterbefragung