Haus & Grund Deutschland

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Repräsentative Vermieterbefragung
von Haus & Grund Deutschland
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Ergebnisse der 2. Welle liegen vor!

Ergebnisse zeigen nur geringe Mietsteigerungen bei privaten Vermietern


Im Jahr 2014 hatte Haus & Grund Deutschland erstmals zur Beteiligung an der „Haus & Grund-Vermieterbefragung“ aufgerufen, die Ergebnisse wurden Presse und Öffentlichkeit im März 2015 vorgestellt. Nun liegen die Ergebnisse der 2. Welle vor, deren Erhebungszeitraum vom Juli bis Oktober 2015 war. Erneut wurden die Resultate auf der Pressekonferenz am 10. Dezember 2015 interessiert von der Presse aufgenommen.

Im Rahmen der Befragung wurden erneut über 50.000 Fragebögen an Haushalte in den Regionen München, Düsseldorf, Tübingen, Magdeburg, Kassel, Osnabrück, Lübeck, Pirmasens und Gelsenkirchen verschickt. Antworten gingen von rund 1.600 Haushalten ein, der ausgewertete Datensatz umfasste dann insgesamt sogar über 4.200 Wohnungen. Im Vergleich zur ersten Welle war die Rücklaufquote etwas geringer. Insgesamt war die Stichprobe aber weiterhin deutlich größer als die der Sonntagsfrage, die nur aus etwas mehr als 1.000 Befragten ihre Erkenntnisse zieht.

In den grundlegenden Aussagen zum Verhalten von Privateigentümern wurden die Ergebnisse der 1. Welle bestätigt. Nach wie vor ist es so, dass die Miete in den Wohnungen privater Vermieter im Laufe der Zeit immer weiter hinter der ortsüblichen Vergleichsmiete zurückfällt und dass rund 30 Prozent der Privaten ausschließlich bei einem Mieterwechsel die Miete erhöhen. Dies zeigt, dass man bei Privateigentümern langfristig, sicher und preisgünstig wohnt.

Die Mietpreisentwicklung zwischen den Stichproben war darüber hinaus auch deutlich geringer, als sie von anderen Quellen im Zuge der Diskussion um „Mietpreisexplosionen“ berichtet wird. Denn eine Steigerung von 0,95 Prozent ist weit entfernt von den Steigerungen, die gerne auch mal angeblich im zweistelligen Bereich liegen.
Mietpreisentwicklung
Vermieterbefragung 2. HJ 2015
Mieterhöhungen
Besonders bemerkenswert im Zuge der in den letzten Monaten geführten Diskussion um die Mietpreisbremse sind die Daten zur Häufigkeit von Mieterhöhungen. War in der 1. Welle noch erkennbar, dass auch private Vermieter im damaligen Erhebungszeitraum eine gewisse Tendenz hatten, Mieterhöhungen umzusetzen, so ist diese Tendenz nun schlagartig zurückgegangen. Nur in etwas mehr als sieben Prozent der betrachteten Wohnungen wurde im letzten Halbjahr die Miete erhöht.
Vor wie vielen Jahren wurde zum letzten Mal die Miete erhöht?
In 47,5 Prozent der erfassten Mietverhältnisse gab es im aktuellen Mietzeitraum eine Mieterhöhung.

Vermieterbefragung 2. HJ 2015


Dies sagt zweierlei aus: erstens dürfte die Zeit der stärkeren Mietpreiserhöhungen vorerst zu Ende gegangen sein und zweites greift (damit) die Mietpreisbremse, die in den allermeisten Fällen erst nach Ende des Erhebungszeitraums der 2. Welle eingeführt wurde, völlig ins Leere.

Insgesamt betrachtet hat sich die Miethöhe der Stichprobe der 2. Welle vergleichsweise leicht erhöht: lag die tatsächliche Miete der 1. Welle noch 0,3 Prozent unter, so liegt sie in der 2. Welle nun 0,8 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Dies ist ein Anstieg um 1,1 Prozentpunkte, der wiederum in keinster Weise zur häufig kolportierten „Mietpreisexplosion“ der vergangenen zwei Jahre passt.

Aktuell ist die 3. Welle der Befragung in den teilnehmenden Regionen in den Zeitungen, die Auswertung dieser Daten wird im Frühsommer 2016 erfolgt sein. Danach wird die Erhebung einmal jährlich fortgesetzt werden. Wir danken weiterhin für jede Teilnahme! Eine erneute Teilnahme ist dabei ebenso hilfreich wie eine erste Beteiligung eines jeden privaten Vermieters.
Pressemitteilung vom 10. Dezember 2015

Pressemitteilung zur Vermieterbefragung
Studie: Mietanstieg deutlich zurückgegangen


29,1 Prozent der privaten Vermieter erhöhen die Miete niemals in laufenden Mietverhältnissen

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