Haus & Grund Deutschland

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Energieeffizienz
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bestehende Gebäude
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Energieeffizienz

Von Verschärfungen bei den energetischen Vorgaben für bestehende Gebäude absehen

Die Praxis hat gezeigt, dass sich energetische Modernisierungen nicht warmmieten­neutral gestalten lassen. Selbst wenn der Vermieter nur die nach der EnEV vorgeschriebenen Mindest­anforderungen einhält und die Mieter an den hierfür anfallenden Kosten nach den mietrecht­lichen Möglichkeiten beteiligt, können die Miet­erhöhungen oftmals nicht durch die tatsächlich eingesparten Energie­kosten kompensiert werden. In dieser Konstellation sind die Vorgaben also nicht wirtschaft­lich umsetzbar. Die im Koalitions­vertrag von CDU, CSU und SPD vorgesehene Kürzung der Modernisierungs­mieterhöhung auf 10 Prozent der Modernisierungs­kosten und deren Begrenzung maximal auf die Dauer der Amortisation wird hingegen dazu führen, dass notwendige Investitionen in den Gebäude­bestand unterbleiben werden.

Haus & Grund fordert daher

zum einen, dass von Verschärfungen der energetischen Vorgaben bei Änderungen an bestehenden Gebäuden abgesehen wird. Zu begrüßen ist, dass nach dem Koalitions­vertrag von CDU, CSU und SPD die aktuell geltenden ordnungs­rechtlichen Vorgaben nicht weiter verschärft werden sollen. Zum anderen muss jedoch beim Wirtschaftlich­keits­gebot der EnEV das Investor-Nutzer-Dilemma berück­sichtigt werden. Hierfür muss die Definition der Wirtschaft­lichkeit an die Vermieter-Mieter-Situation angepasst werden. Energetische Vorgaben an Modernisierungen dürfen nur dann gefordert werden, wenn sie sich für die Mieter warmmieten­neutral darstellen lassen.
 
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Offene Fragen zur WDVS aus Polystyrol-Hartschaum wissenschaftlich erforschen

Viele Fragen bezüglich der Verwendung von Wärme­dämm­verbund­systemen aus Polystyrol-Hartschaum sind bisher ungeklärt. Dennoch werden diese Systeme zumeist verwendet, da oftmals nur mit ihnen eine energetische Modernisierung wirtschaft­lich darstellbar ist.

Haus & Grund fordert,

WDVS

dass die offenen Fragen zum WDVS aus Polystyrol-Hartschaum wissenschaft­lich erforscht werden. Die tatsäch­lichen Potenziale für eine Brand­gefährdung und für gesund­heit­liche Schäden müssen ermittelt werden. Zudem muss im Sinne der Nachhaltig­keit geklärt werden, ob und wie diese Systeme nach Ablauf ihrer Nutzungs­dauer wieder­verwertet und entsorgt werden können.

Bis zur Klärung dieser offenen Fragen sollten gesetzliche Anforderungen an die Dämmung der Fassaden so ausgestaltet werden, dass diese auch ohne den Einsatz von WDVS aus Polystyrol-Hartschaum wirtschaftlich umsetzbar sind.
 
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